Alle Filme

Zeitstrahl aller Filme → Zur Gesamtkarte →
Filmplakat: Diamantenfieber

Film Nr. 7 · 1971 · Connery-Ära

Diamantenfieber

Diamonds Are Forever

Sean Connery ist zurück – und Las Vegas gehört ihm.

TMDB-Wertung: 6.4 / 10 · Bei TMDB ansehen

Handlung

Nach dem Tod seiner Frau Tracy jagt James Bond ihren Mörder Ernst Stavro Blofeld rund um den Globus – von Japan über Kairo bis in eine geheime Klinik, in der Blofeld sich Doppelgänger schaffen lässt. Bond ertränkt seinen Erzfeind in kochendem Schlamm und hält die Sache für erledigt.

Zurück in London wartet ein scheinbar banaler Auftrag: Aus Südafrika werden im großen Stil Diamanten geschmuggelt, doch keiner der Steine taucht auf dem Markt auf. Unter dem Namen des Schmugglers Peter Franks reist Bond nach Amsterdam zu dessen Kontaktfrau Tiffany Case. Den echten Franks tötet er im Aufzug, versteckt die Diamanten in der Leiche und fliegt mit dem Sarg nach Los Angeles, wo Felix Leiter ihn erwartet.

Die Spur führt in ein Krematorium in Las Vegas und zum Komiker Shady Tree, während die Killer Mr. Wint und Mr. Kidd jedes Glied der Schmuggelkette beseitigen. Im Whyte House, dem Hotel des zurückgezogenen Milliardärs Willard Whyte, trifft Bond auf Plenty O'Toole, holt mit Tiffany die Steine im Circus Circus ab und landet in einem Wüstenlabor, aus dem er mit einem Mondfahrzeug flieht. Im Penthouse des Hotels stehen ihm gleich zwei Blofelds gegenüber: Der Schurke lebt, hat Whyte entführt und lässt aus den Diamanten einen Laser-Satelliten bauen.

Als Bond Whyte aus dessen Sommervilla befreit, zerstört der Satellit bereits Raketen und U-Boote der Supermächte. Blofeld bietet die Welt von einer Bohrinsel vor Baja California aus zur nuklearen Versteigerung an. Bond landet per Wetterballon auf der Plattform, zertrümmert mit dem Kran die Kommandozentrale und tritt mit Tiffany auf einem Kreuzfahrtschiff die Heimreise an – wo Wint und Kidd einen letzten Versuch wagen.

Fakten

James Bond
Sean Connery
Regie
Guy Hamilton
Drehbuch
Richard Maibaum und Tom Mankiewicz
Produktion
Harry Saltzman und Albert R. Broccoli
Musik
John Barry
Titelsong
„Diamonds Are Forever“Shirley Bassey
Romanvorlage
Ian Fleming: „Diamonds Are Forever“1956
Laufzeit
120 Minuten
Budget
7,2 Mio. US-Dollar
Einspielergebnis
116 Mio. US-Dollarweltweit, Erstaufführung (Wikipedia en); Box Office Mojo weist nur die 43,8 Mio. aus Nordamerika aus
Kinostart
UK: 30. Dezember 1971USA: 17. Dezember 1971Deutschland: 14. Dezember 1971

Reiseroute und Drehorte

Goldene Nummern zeigen Bonds Weg durch die Handlung, helle Marker die echten Drehorte. Beide Ebenen lassen sich einzeln ausblenden.

Kartenstil

Bonds Reiseroute · 12 Stationen

Gesamtdistanz (Luftlinie)≈ 50.904 km
  1. Vorspann: Bond verhört in Japan gewaltsam einen Mann nach Blofelds Aufenthaltsort.

  2. Tokio → Kairo · ≈ 9.562 km

    In einem Casino und anschließend am Strand bei Marie erpresst Bond den nächsten Hinweis – mit ihrem Bikinioberteil.

  3. Kairo → Blofelds geheime Klinik · ≈ 10.650 km

    Fiktiver Ort ohne genanntes Land; Dialog und Ortsverzeichnisse deuten auf Südamerika, die runde Koordinate meint die Region und nicht den Punkt. Blofeld lässt Doppelgänger operieren; Bond ertränkt einen von ihnen im heißen Schlammbad.

    Mehr dazu: Wo liegt Blofelds geheime Klinik?

  4. Blofelds geheime Klinik → Diamantenmine bei Kimberley · ≈ 10.692 km

    Ausgangspunkt der Schmuggelkette: Ein Zahnarzt nimmt Bergleuten Diamanten ab, bis Wint und Kidd ihn mit einem Skorpion töten. Bond selbst ist hier nicht vor Ort.

  5. Diamantenmine bei Kimberley → London · ≈ 9.248 km

    M und Sir Donald Munger erläutern die verschwundenen Diamanten; Bond übernimmt die Identität des Schmugglers Peter Franks.

  6. London → Dover · ≈ 109 km

    Der echte Franks wird am Hoverport festgenommen, Bond setzt mit dem Luftkissenboot auf den Kontinent über.

  7. Dover → Amsterdam · ≈ 282 km

    Bond trifft Tiffany Case in ihrer Grachtenwohnung, tötet den entkommenen Franks im Aufzug und versteckt die Diamanten in dessen Leiche.

  8. Amsterdam → Los Angeles · ≈ 8.958 km

    Am Flughafen wartet Felix Leiter; der Sarg mit den Diamanten wird in einen Leichenwagen verladen, der Bond weiter nach Las Vegas bringt.

  9. Los Angeles → Las Vegas · ≈ 387 km

    Krematorium Slumber Inc., Shady Tree, Plenty O'Toole und das Whyte House; Tiffany holt die Diamanten im Circus Circus ab. Später die Mustang-Verfolgung durch die Fremont Street und Bonds Begegnung mit den zwei Blofelds im Penthouse.

  10. Las Vegas → Whyte-Tectronics-Labor in der Wüste · ≈ 11 km

    Fiktives Forschungslabor bei Las Vegas, Koordinaten des Drehorts. Bond entdeckt Dr. Metz' Satelliten und flieht mit dem Mondfahrzeug durch die Wüste.

  11. Whyte-Tectronics-Labor in der Wüste → Willard Whytes Sommervilla · ≈ 300 km

    Fiktiver Ort in der Wüste, Koordinaten des Elrod House in Palm Springs. Bond kämpft gegen Bambi und Thumper und befreit den entführten Whyte; Bert Saxby wird erschossen.

  12. Willard Whytes Sommervilla → Bohrinsel vor Baja California · ≈ 366 km

    Fiktive Plattform im Pazifik, Position plausibel gewählt. Blofelds Kommandozentrale für den Laser-Satelliten; Bond kommt per Wetterballon, Felix mit Hubschraubern.

  13. Bohrinsel vor Baja California → Kreuzfahrtschiff auf See · ≈ 339 km

    Auf der Heimreise geben sich Wint und Kidd als Zimmerkellner aus; Bond erkennt sie am Parfüm und erledigt beide samt Bombentorte.

Drehorte · 22

  • Innenaufnahmen: Blofelds Klinik, Innenräume von Slumber Inc., Whyte-House-Penthouse, Kommandozentrale der Bohrinsel, Schiffskabine

  • Festnahme von Peter Franks, Bond geht an Bord des Luftkissenboots

  • steht für Kreuzfahrtschiff im Pazifik

    Außenaufnahmen der SS Canberra als Kreuzfahrtschiff des Finales

  • Tiffany Cases Wohnung im dritten Stock, Bonds Ankunft mit dem Triumph Stag

  • Die Leiche des vermeintlichen James Bond wird aus der Amstel gezogen

  • steht für Flughafen Amsterdam (Niederlande)

    Lufthansa-Hangar: Verladen des Sargs und Abflug von Bond und Tiffany nach Los Angeles

  • steht für Strand nahe Kairo (im Film nicht benannt)

    Vorspann: Bond befragt Marie am Strand

  • Ankunft in Los Angeles, Treffen mit Felix Leiter am Sarg

  • steht für Las Vegas (USA)

    Nachdreh der Gassen-Ausfahrt des Mustang auf zwei Rädern und Teile der Verfolgungsjagd auf dem Studiogelände

  • Start der Rakete mit Blofelds Satelliten

  • steht für Bohrinsel vor Baja California (Mexiko)

    Eigens errichtete Bohrinsel für das Finale, Hubschrauberangriff, Kran und Bathosub

  • steht für Whytes Villa in der Wüste bei Las Vegas (USA)

    Willard Whytes Sommervilla, Kampf mit Bambi und Thumper im Pool

  • steht für Las Vegas (USA)

    Tiffanys Haus mit Pool, in dem Plenty O'Toole ertränkt aufgefunden wird

  • Tiffany holt die Diamanten am Wasserballon-Stand ab; Zambora-Show mit dem Gorilla

  • steht für Whyte House (USA)

    Außenansicht des Whyte House, Bonds Kletterpartie zum Penthouse

  • steht für Whyte House (USA)

    Casino des Whyte House: Bond gewinnt 50.000 Dollar am Craps-Tisch und lernt Plenty O'Toole kennen (Hotel 2016 abgerissen)

  • Bonds Hotel in Las Vegas (2024 abgerissen)

  • Verfolgungsjagd mit dem Mustang gegen die Polizei, drei Nächte lang gesperrt

  • steht für Slumber Inc., Las Vegas (USA)

    Außenaufnahmen des Krematoriums Slumber Inc.

  • Garten der Erinnerung, in dem Bond die Urne abstellt

  • steht für Whyte-Tectronics-Labor (USA)

    Whyte-Tectronics-Labor und Beginn der Mondbuggy-Verfolgung in der Wüste

  • steht für Diamantenmine bei Kimberley (Südafrika)

    Südafrikanische Diamantenmine mit Zahnarzt und Hubschrauber

Figuren und Besetzung

Fahrzeuge & Gadgets

Fahrzeuge

  • Roter Ford Mustang Mach 1 mit schwarzer Motorhaube in der Ausstellung Bond in Motion.
    Mustang aus der Diamantenfieber-Präsentation von Bond in Motion in Beaulieu; Foto des Ausstellungsfahrzeugs.Foto: Morio · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

    Ford Mustang Mach 1

    Auto1971

    Tiffanys roter Mustang; Flucht durch Las Vegas auf zwei Rädern

    Bond fährt Tiffanys Mustang bei der Verfolgungsjagd durch Las Vegas und entkommt durch eine schmale Gasse. Die Produktion setzte mehrere Wagen ein; 007.com beschreibt für die anspruchsvollen Stunts die 429-Cobra-Jet-Version. Die dort genannten 335 bhp widersprechen Fords Angabe von 370 hp für diesen Serienmotor; die technischen Daten unten beziehen sich ausdrücklich auf die 429-CJ-Serienversion.

    Gefahren von
    James Bond; Tiffany Case
    Technik
    429 Cobra Jet: 7,0-l-V8; 370 hp SAE gross (rechnerisch ca. 375 PS), keine DIN-Nettoleistung

    Quellen: 007.com: Mustang Mach 1 · Ford: Mustang-Historie – 1971 und 429 Cobra Jet · Hemmings: 1971 Ford Mustang Mach 1 – Motortabelle

  • Weißer Mondbuggy mit Plexiglaskuppel und seitlich ausgestreckten Greifarmen in einer Ausstellung.
    Der für Diamantenfieber gebaute Mondbuggy in einer Ausstellung; Ken Adams Entwurf wurde von Dean Jeffries umgesetzt.Foto: No machine-readable author provided. Hannibal assumed (based on copyright claims). · Public domain · Wikimedia Commons

    Dean Jeffries Moon Buggy

    Sonstiges1971

    Mondfahrzeug aus dem Whyte-Tectronics-Labor; Flucht durch die Wüste

    Bond durchbricht mit dem Mondbuggy die Wand der Testanlage und flieht vor den Wachleuten. Ken Adam entwarf das Fahrzeug, Dean Jeffries baute es in Kalifornien mit Stahlrohrrahmen, Aluminiumverkleidung und einer Plexiglaskuppel. Nach einer Restaurierung war es von 1993 bis 2003 im Planet Hollywood in Las Vegas ausgestellt; Christie's dokumentierte es 2004 im Auktionskatalog.

    Gefahren von
    James Bond

    Quellen: 007.com: Bond's Moon Buggy Escape · Christie's: Diamonds Are Forever – Moon Buggy, Lot 4413672

  • Hellgrünes Honda-Dreirad mit breiten Ballonreifen in der Ausstellung Bond in Motion.
    Honda US90 aus der Diamantenfieber-Ausstellung in Beaulieu; der Typ wird auch unter seiner späteren Bezeichnung ATC90 geführt.Foto: Karen Roe from Bury St Edmunds, Suffolk, UK · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Honda US90 (später ATC90 / later ATC90)

    Sonstiges

    Geländedreiräder mit Ballonreifen; Bond übernimmt eines für die Flucht

    Die Wachleute verfolgen den Mondbuggy auf Honda-Dreirädern; Bond flieht schließlich selbst auf einem davon. Honda führte die Baureihe 1970 als US90 ein und benannte sie später in ATC90 um. Ein dem Film zugeordnetes Exemplar wurde in Beaulieu ausgestellt; die Ian Fleming Foundation dokumentiert 2026 ebenfalls ein Dreirad aus dem Film in ihrer Sammlung.

    Gefahren von
    Wachleute von Whyte Tectronics; anschließend James Bond
    Technik
    89,5-cm³-Viertakt-Einzylinder; ca. 7,1 PS (7 hp); Vierganggetriebe mit Geländeuntersetzung

    Quellen: 007.com: Diamonds Are Forever – Fahrzeuge und Gadgets · Honda: History of Honda ATVs · Wikipedia: Honda US90 – technische Daten · Ian Fleming Foundation: Community Newsletter – April 2026

  • Dunkler Triumph Stag mit geöffnetem Verdeck bei einem Oldtimertreffen.
    Triumph Stag von 1970 als Typenbeispiel; Bonds Filmwagen RVC 435H war gelb und ist hier nicht abgebildet.Foto: SG2012 · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Triumph Stag

    Auto1970

    Gelber Vorserienwagen RVC 435H; Bond übernimmt Franks' Identität und Auto

    Bond übernimmt den Stag in Dover und fährt damit zu Tiffany nach Amsterdam. Christie's identifiziert das Filmfahrzeug als Vorserienwagen LD14 aus der Triumph-Presseflotte. Der Auktionskatalog von 1998 dokumentiert eine Restaurierung und die Umrüstung auf bleifreies Benzin. Das Foto zeigt ein anderes Exemplar von 1970.

    Gefahren von
    Peter Franks; anschließend James Bond
    Technik
    2.997-cm³-V8; ca. 147 PS (145 bhp) bei 5.500/min; Viergang-Schaltgetriebe mit Overdrive

    Quellen: Christie's: Diamonds Are Forever – 1970 Triumph Stag, LD14 · Bond Lifestyle: Triumph Stag

  • Die Luftkissenfähre The Princess Margaret im Jahr 1997 mit Besuchern im Vordergrund.
    The Princess Margaret nach ihrer Verlängerung zur Mk III; in Diamantenfieber fährt Bond noch mit der kürzeren Mk-I-Ausführung.Foto: Luctor · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

    British Hovercraft Corporation SR.N4 Mk I – The Princess Margaret

    Boot1968

    Luftkissenfähre für Bonds Kanalüberquerung mit dem Triumph Stag

    Bond fährt den Stag in Dover auf die Seaspeed-Fähre The Princess Margaret, Kennung GH-2006. Im Film erscheint das Luftkissenboot in seiner ursprünglichen Mk-I-Ausführung. Es wurde 1979 zur längeren Mk III umgebaut und 2018 verschrottet; das Foto zeigt denselben Rumpf nach dem Umbau im Jahr 1997.

    Gefahren von
    Seaspeed-Besatzung; Bond als Passagier
    Technik
    Mk I: vier Rolls-Royce-Proteus-Gasturbinen; maximal 65 kn (ca. 120 km/h) bei ruhigem Wasser

    Quellen: Bond Lifestyle: Triumph Stag – Überfahrt mit The Princess Margaret · IMPDb: Diamonds Are Forever – Fluggeräte · Wikipedia: SR.N4 – Baureihen, Umbauten und technische Daten

  • Silbernes einsitziges Bath-O-Sub mit SPECTRE-Emblem in einer Museumsausstellung.
    Blofelds Bath-O-Sub als Filmrequisite bei Bond in Motion in Beaulieu.Foto: Karen Roe from Bury St Edmunds, Suffolk, UK · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Filmrequisite / Film prop Bath-O-Sub

    Sonstiges

    Blofelds einsitziges Mini-U-Boot; Bond übernimmt den Kran und vereitelt die Flucht

    Blofeld steigt während des Angriffs auf die Bohrinsel in die Rettungskapsel. Bond übernimmt den Kran und schleudert das noch am Haken hängende Mini-U-Boot gegen die Anlage. Die erhaltene Filmrequisite gehört zur Ian Fleming Foundation und war in der Ausstellung Bond in Motion in Beaulieu zu sehen; belastbare Leistungs- oder Tauchtiefenangaben sind nicht belegt.

    Gefahren von
    Ernst Stavro Blofeld

    Quellen: 007.com: Diamonds Are Forever – Fahrzeuge und Gadgets · MI6-HQ: Bathosub · Ian Fleming Foundation: Community Newsletter – Bath-O-Sub · Wikimedia Commons: Bath-O-Sub – Beschreibung des Beaulieu-Exponats

  • Historischer Ford Custom 500 der Maryland State Police von hinten mit roter Rundumleuchte.
    Custom 500 aus den frühen 1970er-Jahren als Typenbeispiel für die Ford-Polizeiflotte; kein Filmfahrzeug.Foto: Acroterion · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

    Ford Custom / Custom 500

    Auto

    Polizeilimousinen der Verfolgungsjagd durch Las Vegas

    Ford-Limousinen verfolgen Tiffanys Mustang durch die Stadt und auf einen Parkplatz. IMCDb führt den Wagen des Sheriffs als Custom von 1971 und weitere Einsatzwagen als Custom beziehungsweise Custom 500 verschiedener Modelljahre. Deshalb fasst dieser Eintrag die Flotte zusammen, ohne allen Wagen denselben Motor oder dasselbe Baujahr zuzuschreiben; das Foto zeigt einen historischen Maryland-Polizeiwagen.

    Gefahren von
    Sheriff und Polizeibeamte in Las Vegas

    Quellen: 007.com: Mustang Mach 1 – Polizeiverfolgung · IMCDb: 1971 Ford Custom in Diamonds Are Forever · IMCDb: Diamonds Are Forever – Custom und Custom 500

  • Auf einem Sockel ausgestellter Bell 206B mit schwedischer Polizeibeschriftung.
    Bell 206B als Typenbeispiel für Whytes JetRanger; die Aufnahme zeigt einen anderen Hubschrauber in Stockholm.Foto: Matti Blume · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

    Bell 206B JetRanger

    Fluggerät

    Whytes privater Hubschrauber begleitet den Angriff auf Blofelds Bohrinsel

    Leiter und Whyte beobachten den Angriff aus Whytes privatem JetRanger. Bond Lifestyle und IMPDb bestätigen die Baureihe, nennen aber keine sichtbare Kennung; MI6-HQ präzisiert sie als 206B. Das Foto zeigt einen anderen 206B in schwedischer Polizeilackierung; Baujahr, Kennung und Verbleib des Drehhubschraubers bleiben unbelegt.

    Gefahren von
    Whytes Pilot; Felix Leiter und Willard Whyte als Passagiere

    Quellen: Bond Lifestyle: Bell 206 JetRanger – Diamonds Are Forever · IMPDb: Diamonds Are Forever – Fluggeräte · MI6-HQ: Diamonds Are Forever – Fahrzeugübersicht

  • Olivgrüner Bell UH-1H mit Rotkreuzmarkierungen vor einem Militärmuseum.
    UH-1H im 1st Cavalry Division Museum als Typenbeispiel für die Hueys des Filmfinales; kein Drehhubschrauber.Foto: Articseahorse · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

    Bell UH-1H Iroquois (Huey)

    Fluggerät

    Transport- und Unterstützungshubschrauber beim Angriff auf die Bohrinsel

    Die Hueys gehören zum Hubschrauberverband, der Blofelds Plattform angreift. IMPDb identifiziert die UH-1-Baureihe, während MI6-HQ zwei UH-1H nennt. Das Foto zeigt ein Museumsexemplar der H-Version mit Sanitätsmarkierungen; ein Bezug dieses Exemplars zu den Dreharbeiten ist nicht belegt.

    Gefahren von
    Piloten des amerikanischen Angriffsverbands
    Technik
    Lycoming T53-L-13-Wellenturbine; nominell 1.400 shp (ca. 1.419 PS), Serienausführung

    Quellen: IMPDb: Diamonds Are Forever – Fluggeräte · MI6-HQ: Diamonds Are Forever – Fahrzeugübersicht · US Army: Aviation Digest, Januar–März 2018 – UH-1H-Triebwerk

  • Hughes OH-6A mit kugeliger Glaskanzel in einer Museumshalle.
    OH-6A im Naval Air Station Wildwood Aviation Museum als Typenbeispiel für die kleinen Angriffshubschrauber; kein Filmexemplar.Foto: Smallbones · CC0 · Wikimedia Commons

    Hughes OH-6A Cayuse

    Fluggerät

    Kleine Hubschrauber mit Raketenbehältern beim Angriff auf Blofelds Plattform

    Neben den größeren Hueys greifen kleine Hughes-Hubschrauber die Bohrinsel an. MI6-HQ nennt drei OH-6A; IMPDb beschreibt ebenfalls OH-6, verwendet in der Überschrift aber die spätere Bezeichnung AH-6 Little Bird. Der Eintrag folgt der zeitgenössischen OH-6A-Bezeichnung; das Foto zeigt ein erhaltenes Museumsexemplar.

    Gefahren von
    Piloten des amerikanischen Angriffsverbands

    Quellen: MI6-HQ: Diamonds Are Forever – Fahrzeugübersicht · IMPDb: Diamonds Are Forever – Fluggeräte · US Air Force Test Center: Cayuse – OH-6A und spätere Little-Bird-Varianten

Gadgets

Produktion und Trivia

  • Gedreht wurde vom 5. April bis zum 13. August 1971, überwiegend in den USA und in den Pinewood Studios; als letzte Szene entstand die Krematoriumssequenz.
  • Sean Connery kehrte nach George Lazenbys einzigem Einsatz für eine Rekordgage von 1,25 Millionen Dollar plus Gewinnbeteiligung zurück; United Artists sagte ihm zudem die Finanzierung zweier Filme seiner Wahl zu. Die Gage spendete er komplett dem Scottish International Education Trust.
  • Vor Connerys Zusage war bereits der Amerikaner John Gavin als Bond unter Vertrag. Er wurde auf Broccolis Wunsch voll ausbezahlt, ohne eine Szene zu drehen.
  • Regisseur Guy Hamilton sollte den Erfolg von „Goldfinger“ wiederholen. Ein früher Entwurf sah sogar Goldfingers Zwillingsbruder (erneut Gert Fröbe) als Schurken mit einem Laser in einem Supertanker vor; Tom Mankiewicz schrieb das Drehbuch schließlich um.
  • Jill St. John war das erste amerikanische Bond-Girl. Trina Parks (Thumper) war die erste afroamerikanische Darstellerin in einer Bond-Frauenrolle, und Lana Wood bekam ihre Rolle als Schwester von Natalie Wood.
  • Charles Gray ist nach Donald Pleasence und Telly Savalas der dritte Blofeld in drei aufeinanderfolgenden Filmen – und hatte 1967 in „Man lebt nur zweimal“ noch Bonds Verbündeten Henderson gespielt.
  • Der zurückgezogene Milliardär Willard Whyte ist Howard Hughes nachempfunden. Hughes, ein Freund Broccolis, verschaffte dem Team Zugang zu seinen Hotels in Las Vegas; das Whyte House selbst war jedoch das International Hotel des Konkurrenten Kirk Kerkorian.
  • Für die Verfolgungsjagd wurde die Fremont Street drei Nächte lang gesperrt; das Neonlicht der Casinos reichte als Beleuchtung. Circus-Circus-Gründer Jay Sarno gab dem Team die Freigabe und tritt kurz selbst auf.
  • Berühmter Anschlussfehler: Der Mustang fährt auf den rechten Rädern in die enge Gasse hinein und auf den linken wieder heraus. Die Ausfahrt wurde nachträglich auf dem Gelände der Universal Studios gedreht; ein eingeschnittener Wechsel der Räder sollte den Bruch kaschieren.
  • Das Mondfahrzeug entwarf Ken Adam, gebaut hat es Dean Jeffries auf einem Corvair-Chassis. Die Glasfaser-Räder brachen in der Wüste immer wieder und mussten durch Vollgummireifen ersetzt werden.
  • Willard Whytes Sommervilla ist das Elrod House in Palm Springs von Architekt John Lautner (1968). Der Pool, in dem Plenty O'Toole ertränkt wird, gehörte zum Palm-Springs-Anwesen von Kirk Douglas.
  • Bei einem Budget von rund 7,2 Millionen Dollar spielte der Film weltweit etwa 116 Millionen ein und stand in den USA sieben Wochen in Folge an der Spitze der Kinocharts.
  • Für den besten Ton (Gordon K. McCallum, John W. Mitchell, Al Overton) gab es eine Oscar-Nominierung; in Deutschland erhielt der Film 1973 die Goldene Leinwand.
  • Shirley Bassey sang nach „Goldfinger“ ihr zweites Bond-Lied; Produzent Harry Saltzman fand Don Blacks Text zu anzüglich. 1972 nahm Tanja Berg eine deutsche Fassung unter dem Titel „Diamanten sind für immer“ auf.
  • Die Weltpremiere fand am 14. Dezember 1971 in München statt, drei Tage vor dem US-Start und gut zwei Wochen vor der Londoner Premiere im Odeon Leicester Square. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Ultra-Film in Berlin; Gert Günther Hoffmann sprach Connery.
  • Ein Cameo von Sammy Davis Jr. am Roulettetisch wurde herausgeschnitten. Als Kreuzfahrtschiff des Finales diente die SS Canberra, deren Außenaufnahmen im Hafen von Southampton entstanden.

Bilder

Eingang des Casinos Circus Circus in Las Vegas mit dem Clown-Schild
Circus Circus, Las Vegas: Hier holt Tiffany Case die Diamanten am Wasserballon-Stand ab (Aufnahme von 2017).Foto: Kevin Verbeem · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Das Elrod House von John Lautner in Palm Springs mit seiner runden Betonkuppel
Elrod House, Palm Springs: Willard Whytes Sommervilla, Schauplatz des Kampfes mit Bambi und Thumper.Foto: Jerrye & Roy Klotz, M.D. · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Blick über die Reguliersgracht in Amsterdam mit mehreren Brücken hintereinander
Reguliersgracht, Amsterdam: An dieser Gracht liegt Tiffany Cases Wohnung, in der Bond als Peter Franks auftaucht.Foto: Massimo Catarinella · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Gelber Ford Mustang Mach 1 von 1971 mit schwarzer Motorhaube in einer Halle.
Gelbes Serienexemplar eines Mustang Mach 1 von 1971 als Typenbeispiel; Tiffanys Wagen im Film ist rot.Foto: Mustang Joe · CC0 · Wikimedia Commons
Nächtliche Luftaufnahme des Las Vegas Strip mit den erleuchteten Casino-Hochhäusern
Las Vegas Strip – Schauplatz des gesamten Mittelteils um das Whyte House, die Casinos und die VerfolgungsjagdFoto: Carol M. Highsmith · Public domain · Wikimedia Commons
Der weiße Hotelturm des Westgate Las Vegas mit dem großen Leuchtschild an der Straße
Das frühere International Hotel – im Film das Whyte House, an dessen Fassade Bond zum Penthouse hochklettertFoto: Jeff Hitchcock · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Die weiße hölzerne Klappbrücke Magere Brug über die Amstel in Amsterdam
Magere Brug, Amsterdam: Hier wird die Leiche des vermeintlichen James Bond aus der Amstel gezogen.Foto: C messier · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Das wassergefüllte Big Hole, die alte Diamantenmine von Kimberley, vor der Stadtsilhouette
Kimberley in Südafrika: Ausgangspunkt der Schmuggelkette – gedreht wurde die Minenszene allerdings bei Las Vegas.Foto: South African Tourism from South Africa · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Das bogenförmige Theme Building am Flughafen Los Angeles neben dem Kontrollturm
Los Angeles International Airport: Bond und Tiffany landen mit dem Sarg voller Diamanten, am Rollfeld wartet Felix Leiter.Foto: Atomic Taco from Seattle, WA, USA · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Blick von den Kreidefelsen auf den Hafen von Dover mit Fähranlegern und Molen
Dover: Am Hoverport wird der echte Peter Franks festgenommen, während Bond unter seinem Namen mit dem Luftkissenboot übersetzt.Foto: Colin Park · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Eine auf Stahlstelzen stehende Ölbohrplattform vor der kalifornischen Küste
Bohrinsel vor Kalifornien: Für das Finale ließ die Produktion vor Oceanside eine eigene Plattform errichten.Foto: Doc Searls · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Die fensterlose Hallenwand der Albert R. Broccoli 007 Stage in den Pinewood Studios
Pinewood Studios: Hier entstanden Blofelds Klinik, das Whyte-House-Penthouse und die Kommandozentrale der Bohrinsel; die 007-Bühne kam erst 1976 hinzu.Foto: The original uploader was Bionicbiff at English Wikipedia. · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Roter Ford Mustang Mach 1 mit schwarzer Motorhaube in der Ausstellung Bond in Motion.
Mustang aus der Diamantenfieber-Präsentation von Bond in Motion in Beaulieu; Foto des Ausstellungsfahrzeugs.Foto: Morio · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Weißer Mondbuggy mit Plexiglaskuppel und seitlich ausgestreckten Greifarmen in einer Ausstellung.
Der für Diamantenfieber gebaute Mondbuggy in einer Ausstellung; Ken Adams Entwurf wurde von Dean Jeffries umgesetzt.Foto: No machine-readable author provided. Hannibal assumed (based on copyright claims). · Public domain · Wikimedia Commons
Hellgrünes Honda-Dreirad mit breiten Ballonreifen in der Ausstellung Bond in Motion.
Honda US90 aus der Diamantenfieber-Ausstellung in Beaulieu; der Typ wird auch unter seiner späteren Bezeichnung ATC90 geführt.Foto: Karen Roe from Bury St Edmunds, Suffolk, UK · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Silbernes einsitziges Bath-O-Sub mit SPECTRE-Emblem in einer Museumsausstellung.
Blofelds Bath-O-Sub als Filmrequisite bei Bond in Motion in Beaulieu.Foto: Karen Roe from Bury St Edmunds, Suffolk, UK · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Dunkler Triumph Stag mit geöffnetem Verdeck bei einem Oldtimertreffen.
Triumph Stag von 1970 als Typenbeispiel; Bonds Filmwagen RVC 435H war gelb und ist hier nicht abgebildet.Foto: SG2012 · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Die Luftkissenfähre The Princess Margaret im Jahr 1997 mit Besuchern im Vordergrund.
The Princess Margaret nach ihrer Verlängerung zur Mk III; in Diamantenfieber fährt Bond noch mit der kürzeren Mk-I-Ausführung.Foto: Luctor · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons
Historischer Ford Custom 500 der Maryland State Police von hinten mit roter Rundumleuchte.
Custom 500 aus den frühen 1970er-Jahren als Typenbeispiel für die Ford-Polizeiflotte; kein Filmfahrzeug.Foto: Acroterion · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Auf einem Sockel ausgestellter Bell 206B mit schwedischer Polizeibeschriftung.
Bell 206B als Typenbeispiel für Whytes JetRanger; die Aufnahme zeigt einen anderen Hubschrauber in Stockholm.Foto: Matti Blume · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Olivgrüner Bell UH-1H mit Rotkreuzmarkierungen vor einem Militärmuseum.
UH-1H im 1st Cavalry Division Museum als Typenbeispiel für die Hueys des Filmfinales; kein Drehhubschrauber.Foto: Articseahorse · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Hughes OH-6A mit kugeliger Glaskanzel in einer Museumshalle.
OH-6A im Naval Air Station Wildwood Aviation Museum als Typenbeispiel für die kleinen Angriffshubschrauber; kein Filmexemplar.Foto: Smallbones · CC0 · Wikimedia Commons
Silber-schwarzer Philips-N2205-Kassettenrekorder mit Tasten und eingebautem Lautsprecher.
Seriengerät Philips N2205 desselben Typs wie auf Blofelds Schreibtisch; nicht die Filmrequisite.Foto: Free Photo Fun · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Walther PPK mit braunen Griffschalen und einer Museumsbeschriftung zum Kaliber 7,65 mm.
Walther PPK im finnischen Grenzmuseum als Typenbeispiel für Bonds Dienstpistole; kein Filmexemplar.Foto: MKFI · Public domain · Wikimedia Commons

Quellen

  1. Diamonds Are Forever (film) – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  2. Diamantenfieber – Wikipedia (de)(de)abgerufen am 7. September 2026
  3. List of James Bond film locations – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  4. Elrod House – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  5. Diamonds Are Forever – Box Office Mojo(en)abgerufen am 7. September 2026
  6. Film Locations for Diamonds Are Forever (1971) – movie-locations.com(en)abgerufen am 7. September 2026
  7. 007 Filming location: Tectronics Missile Laboratories – 007 Travelers(en)abgerufen am 7. September 2026
  8. James Bond Locations: Lufthansa to L.A.(en)abgerufen am 7. September 2026
  9. Diamonds Are Forever (1971) – Nevada Film Office(en)abgerufen am 7. September 2026
  10. MI6-HQ: Diamonds Are Forever – Handlungsorte und Vortitelsequenz(en)abgerufen am 10. September 2026