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Filmplakat: James Bond 007 – Octopussy

Film Nr. 13 · 1983 · Moore-Ära

James Bond 007 – Octopussy

Octopussy

Ein Fabergé-Ei führt 007 von Indien zu einem nuklearen Komplott in Deutschland

TMDB-Wertung: 6.4 / 10 · Bei TMDB ansehen

Handlung

Nach der Sabotage eines Militärstützpunkts entkommt James Bond in einem winzigen Acrostar-Jet. In Ost-Berlin wird Agent 009, als Clown verkleidet, von den Messerwerfern Mischka und Grischka verfolgt und tödlich verletzt. Er erreicht die britische Botschaft mit einem gefälschten Fabergé-Ei. Als das echte Ei bei Sotheby's auftaucht, tauscht Bond es gegen eine Kopie mit Peilsender. Der afghanische Exilprinz Kamal Khan ersteigert unwissentlich die Fälschung.

Bond folgt ihm nach Udaipur. Dort entdeckt er Kamals Verbindung zu Octopussy, einer Schmugglerin, deren Zirkus zwischen Ost und West reist. Kamal lässt Bond gefangen nehmen, doch er entkommt und gewinnt Octopussys Vertrauen. Das Schmuggelgut sind echte sowjetische Kunstschätze, die General Orlov durch Fälschungen ersetzt. Bond belauscht Orlovs Plan: In einer Zirkuskanone soll eine sowjetische Atombombe zu einem US-Luftwaffenstützpunkt in Westdeutschland gelangen. Die Explosion soll wie ein amerikanischer Unfall wirken, die europäische Abrüstungsbewegung stärken und Orlov den Weg für eine Invasion öffnen.

Bond verfolgt den Zirkuszug über Karl-Marx-Stadt und die innerdeutsche Grenze. Orlov wird beim Grenzübertritt erschossen; Bond erreicht Feldstadt in letzter Minute, warnt Octopussy und entschärft die Bombe. Als sie Kamals Verrat erkennt, kehrt Octopussy mit ihren Frauen nach Indien zurück und greift dessen Palast an. Kamal entführt sie in einer Beechcraft. Bond klammert sich an das Flugzeug, zwingt es zur Bruchlandung und rettet Octopussy; Kamal und Gobinda kommen ums Leben.

Fakten

James Bond
Roger Moore
Regie
John Glen
Drehbuch
George MacDonald Fraser, Richard Maibaum und Michael G. Wilson
Produktion
Albert R. Broccoli
Musik
John Barry
Titelsong
„All Time High“Rita Coolidge
Romanvorlage
Ian Fleming: „Octopussy and The Living Daylights“1966
Laufzeit
131 Minuten
Budget
28 Mio. US-DollarSchätzung von The Numbers. AFI nennt in einem zeitgenössischen Produktionsbericht 25 Millionen US-Dollar; das Budget ist daher nicht abschließend gesichert.
Einspielergebnis
188 Mio. US-Dollarweltweites Kinoeinspiel laut The Numbers; davon 67,9 Millionen US-Dollar in Nordamerika
Kinostart
UK: 6. Juni 1983USA: 10. Juni 1983Deutschland: 5. August 1983

Reiseroute und Drehorte

Goldene Nummern zeigen Bonds Weg durch die Handlung, helle Marker die echten Drehorte. Beide Ebenen lassen sich einzeln ausblenden.

Kartenstil

Bonds Reiseroute · 7 Stationen

Gesamtdistanz (Luftlinie)≈ 19.214 km
  1. Im Vorspann sabotiert Bond einen fiktiven Stützpunkt und entkommt im Acrostar Mini Jet. Der Kartenpunkt liegt am realen Drehort RAF Northolt, da der Film das Land nicht benennt.

  2. Unbenannter Militärstützpunkt in Lateinamerika → London · ≈ 19 km

    Bei Sotheby's beobachtet Bond die Auktion des echten Eis, vertauscht es mit Qs präparierter Kopie und folgt dem Käufer Kamal Khan nach Indien.

  3. London → Udaipur, Indien · ≈ 6.796 km

    Bond begegnet Kamal, Magda und Octopussy, entkommt aus Kamals Palast und entdeckt den Tausch echter sowjetischer Kunstwerke gegen Fälschungen.

  4. Udaipur, Indien → Checkpoint Charlie, Berlin · ≈ 5.875 km

    Auf der Spur des Zirkus erreicht Bond den Grenzübergang Checkpoint Charlie und setzt seinen Weg in die DDR fort.

  5. Checkpoint Charlie, Berlin → Karl-Marx-Stadt, DDR · ≈ 189 km

    Bond schleust sich in Octopussys Zirkus ein und entdeckt, dass Orlow den Schmuck gegen einen Atomsprengkopf getauscht hat, der während der Vorstellung auf dem US-Stützpunkt zünden soll. Er fährt Orlows Wagen über die Gleise, springt auf den Zirkuszug und kämpft dort gegen Kamals Männer.

  6. Karl-Marx-Stadt, DDR → US-Luftwaffenstützpunkt Feldstadt, Westdeutschland · ≈ 231 km

    Auf dem fiktiven Stützpunkt entschärft Bond die Bombe während Octopussys Zirkusvorstellung. Der Kartenpunkt ist ein repräsentativer Ort im damaligen Westdeutschland; gedreht wurde auf RAF Upper Heyford.

  7. US-Luftwaffenstützpunkt Feldstadt, Westdeutschland → Kamals Palast bei Udaipur · ≈ 6.105 km

    Octopussy und ihre Frauen greifen Kamals Palast an. Bond rettet Octopussy nach der Flucht mit Kamals Flugzeug; der Punkt liegt am Monsoon Palace, der den Palast darstellt.

Drehorte · 14

  • steht für unbenannter lateinamerikanischer Stützpunkt

    Militärflugplatz und Hangar der Acrostar-Flucht im Vorspann

  • steht für Landschaft in Lateinamerika

    Luftaufnahmen der Acrostar-Verfolgung

  • Grenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin bei 009s Flucht und Bonds späterer Verfolgung

  • Berliner Außenaufnahmen entlang der innerstädtischen Grenze

  • Außenaufnahmen im geteilten Berlin

  • Berliner Außenaufnahmen für den ostdeutschen Handlungsabschnitt

  • Straßenaufnahmen der Alfa-Romeo-Fahrt zum Luftwaffenstützpunkt

  • Teile von Octopussys schwimmendem Palast und Udaipur-Panoramen

  • Außenaufnahmen von Octopussys Inselpalast

  • Außenansichten von Kamal Khans Palast

  • Bonds Hotel und Teile der Tuk-Tuk-Verfolgung

  • steht für Bahnstrecke in der DDR (Deutschland)

    Zirkuszug, Rangierbahnhof und Eisenbahnverfolgung

  • steht für US-Luftwaffenstützpunkt Feldstadt, Westdeutschland (Deutschland)

    Zirkusvorstellung und Entschärfung der Atombombe

  • Studioinnenräume, Spezialeffekte und Modellaufnahmen

Figuren und Besetzung

Fahrzeuge & Gadgets

Fahrzeuge

  • Kleiner Bede BD-5J im Flug
    Ein BD-5J desselben Typs wie der Acrostar Mini Jet im Vorspann; kein FilmflugzeugFoto: Matthias Kabel · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

    Bede / Acrostar BD-5J Acrostar Mini Jet

    Fluggerät

    Zerlegbarer Einsitzer im Pferdeanhänger; Fluchtfahrzeug im Vorspann

    Bond setzt den kleinen Jet nach der Sabotage eines Militärstützpunkts ein, fliegt durch einen Hangar und landet nach Treibstoffmangel an einer Straße. Pilot und Besitzer des Filmflugzeugs war Corkey Fornof; AFI zufolge existierten damals nur zwei Acrostar-Jets. Das freie Foto zeigt denselben Flugzeugtyp, nicht das nachweislich im Film eingesetzte Exemplar.

    Gefahren von
    James Bond
    Technik
    Microturbo-TRS-18-Strahltriebwerk, 200 lbf Schub, Höchstgeschwindigkeit 320 mph (515 km/h) laut Pima Air & Space Museum

    Quellen: Octopussy – 007.com · Octopussy – AFI Catalog · Bede BD-5J – Pima Air & Space Museum

  • Gelb-grünes Bajaj-Tuk-Tuk in Ahmedabad
    Ziviles Bajaj-Tuk-Tuk als Typbeispiel; das Filmtaxi war eine SpezialanfertigungFoto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

    Bajaj Auto / Eon Productions Tuk-Tuk Company Taxi

    Sonstiges1982

    Für die Verfolgung verstärkte Spezialanfertigung mit Honda-ATC-Technik

    Vijay holt Bond in Udaipur mit dem als Firmentaxi getarnten Tuk-Tuk ab. Bei der Verfolgung durch Kamals Männer übernimmt Bond zeitweise das Steuer. Laut 007.com baute Bajaj Auto die Fahrzeuge auf Technik von Honda-ATC-Dreirädern; das Heldenfahrzeug erhielt eine verstärkte Aufhängung. Das Foto zeigt ein ziviles Bajaj-Tuk-Tuk, kein Filmfahrzeug.

    Gefahren von
    Vijay; zeitweise James Bond
    Technik
    Filmumbau laut 007.com: 10 bhp; John Glen erinnerte sich an etwa 60 mph (97 km/h)

    Quellen: Tuk-Tuk – 007.com · Octopussy vehicles – IMCDb

  • Offener Range Rover V8 von 1981
    Ein offener Range Rover als Referenz für Biancas Cabrio-Umbau; kein belegtes FilmfahrzeugFoto: Kieran White · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Land Rover Range Rover Series I Convertible

    Auto1980

    Cabrio-Umbau mit Pferdeanhänger für den Acrostar Mini Jet

    Bianca bringt Bond im Vorspann in einem offenen Range Rover zum Flugplatz; der Pferdeanhänger enthält den zerlegten Mini Jet. 007.com nennt das Fahrzeug ausdrücklich, IMCDb ordnet es dem Modelljahr 1980 zu. Motorisierung und Leistung des individuellen Filmumbaus sind nicht zuverlässig dokumentiert. Das Foto zeigt einen offenen Range Rover von 1981, aber kein nachweisliches Filmfahrzeug.

    Gefahren von
    Bianca

    Quellen: Octopussy – 007.com · Octopussy vehicles – IMCDb · Range Rover history – Range Rover

  • Mercedes-Benz 280 S der Baureihe W108
    Ein regulärer 280 S W108 als Referenz für Orlovs DienstwagenFoto: nakhon100 · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Mercedes-Benz 280 S (W108)

    Auto1968

    Orlovs Dienstwagen; Bond fährt ihn auf den Schienen hinter dem Zirkuszug her

    Bond entwendet Orlovs Mercedes, um den Zirkuszug einzuholen. Nachdem Reifen verloren gehen, fährt der Wagen auf seinen Felgen über die Gleise, bis er von einem entgegenkommenden Zug in den Fluss geschleudert wird. IMCDb identifiziert den Filmwagen als 1968er 280 S der Baureihe W108. Das Foto zeigt ein reguläres Vergleichsfahrzeug dieses Typs.

    Gefahren von
    General Orlov; später James Bond
    Technik
    2,8-l-Reihensechszylinder, 140 PS, bis 185 km/h mit Schaltgetriebe

    Quellen: Octopussy – 007.com · 1968 Mercedes-Benz 280 S in Octopussy – IMCDb · Mercedes-Benz 280 S (W108) – Mercedes-Benz Clubs

  • Gelber Alfa Romeo GTV6 2.5 von 1981
    Serien-GTV6 als Typbeispiel; Bonds Filmwagen ist rotFoto: Huhu Uet · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

    Alfa Romeo GTV6 2.5

    Auto1981

    Gestohlener roter Sportwagen für die Fahrt zum US-Luftwaffenstützpunkt

    Nachdem Bond den Zirkuszug verlassen hat, stiehlt er einen roten GTV6 und rast zum fiktiven US-Stützpunkt Feldstadt. Das freie Foto zeigt ein gelbes Serienfahrzeug von 1981, nicht den roten Filmwagen. Die Modellzuordnung stammt von IMCDb; die technischen Werte aus dem offiziellen Alfa-Romeo-Archiv.

    Gefahren von
    James Bond
    Technik
    2,5-l-V6, 158 PS, Höchstgeschwindigkeit 205 km/h

    Quellen: Octopussy vehicles – IMCDb · 40 Jahre Alfa Romeo Alfetta GT – Stellantis Media

  • Bunter Heißluftballon im Flug
    Symbolfoto eines Heißluftballons; Qs Union-Jack-Filmballon ist nicht abgebildetFoto: Angshuman Chatterjee · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

    Q Branch Q's hot-air balloon

    Fluggerät

    Union-Jack-Ballon, mit dem Q Octopussys Insel erreicht

    Q fliegt mit einem Heißluftballon in Union-Jack-Gestaltung zu Octopussys schwimmendem Palast und unterstützt ihre Frauen beim Gegenangriff. Das Bild ist ein frei lizenziertes Symbolfoto eines Heißluftballons und zeigt weder das Filmmuster noch ein Filmrequisit; verlässliche technische Daten des Requisits sind nicht veröffentlicht.

    Gefahren von
    Q

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Krokodil-Tauchfahrzeug aus Octopussy im National Motor Museum
    Das erhaltene Filmrequisit des als Krokodil getarnten TauchfahrzeugsFoto: Karen Roe · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Q Branch / Eon Productions Crocodile submarine

    Boot

    Als Krokodil getarntes Einmann-Tauchfahrzeug

    Bond nähert sich Octopussys Insel unter Wasser in einem künstlichen Krokodil. Das frei lizenzierte Foto zeigt das erhaltene Filmrequisit im National Motor Museum in Beaulieu. Belastbare technische Leistungsdaten sind nicht veröffentlicht.

    Gefahren von
    James Bond

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Beech C-45H Expeditor am Boden
    Eine C-45H als Typbeispiel für Kamals Fluchtflugzeug; nicht das im Film verwendete ExemplarFoto: Tomás Del Coro · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons

    Beechcraft C-45H Expeditor

    Fluggerät1951

    Kamals Fluchtflugzeug im Finale; Filmkennung VN75WB, reales Flugzeug N75WB

    Kamal und Gobinda entführen Octopussy in einer zweimotorigen Beechcraft. Bond klammert sich außen fest, beschädigt ein Triebwerk und zwingt Kamal zur Bruchlandung. IMPDb identifiziert das verwendete Flugzeug als C-45H N75WB, Werknummer AF-222, Baujahr 1951; für den Film wurde die Kennung zu VN75WB verändert. Das Foto zeigt ein anderes C-45H-Exemplar.

    Gefahren von
    Kamal Khans Pilot; James Bond außen am Flugzeug
    Technik
    zwei Pratt & Whitney R-985 mit je 450 hp; Höchstgeschwindigkeit 219 mph (352 km/h) laut National Museum of the US Air Force

    Quellen: Octopussy aircraft – IMPDb · Beech C-45H Expeditor – National Museum of the US Air Force · N75WB aircraft record – Airport-Data.com

Gadgets

  • Seiko G757 Sports 100

    Q stattet Bonds Digitaluhr mit einem Peilsender aus. Die Richtungsanzeige führt Bond zum Sender im Fabergé-Ei und später zur Bombe im Zirkuszug.

    Quellen: Octopussy – 007.com · Seiko G757-5020 Sports 100 – James Bond Lifestyle

  • Seiko TV Watch

    Im Labor von Q empfängt Bond auf einer Armbanduhr ein Fernsehbild; im Finale nutzt er sie erneut. Das Filmrequisit war ein Prototyp und unterscheidet sich vom späteren Serienmodell.

    Quellen: Octopussy – 007.com · Seiko TV Watch – James Bond Lifestyle

  • Fabergé-Ei mit Peilsender

    Q ersetzt das bei Sotheby's versteigerte Ei durch eine Kopie mit Peilsender und Mikrofon. Bond kann dadurch Kamals Gespräche mit Orlov verfolgen.

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Montblanc-Füller

    Der Meisterstück-Füller enthält konzentrierte Säure und einen Empfänger für den Sender im Ei. Bond löst damit die Gitterstäbe seines Zimmers in Kamals Palast.

    Quellen: Octopussy – 007.com · Montblanc Meisterstück fountain pen – James Bond Lifestyle

  • Gezinkte Würfel

    Kamal gewinnt beim Backgammon mit manipulierten Würfeln. Bond tauscht sie gegen Kamals eigene Würfel aus und schlägt ihn mit dessen Betrugsmittel.

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Jo-Jo-Kreissäge

    Ein Killer setzt eine rotierende Kreissäge an einem Seil wie ein Jo-Jo ein; Vijay wird damit am Ufer getötet.

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Aktentasche mit Sprengsatz

    Agent 009 trägt in Ost-Berlin eine Aktentasche mit verborgenem Sprengsatz. Nach seinem Tod bringt ihr Inhalt den falschen Fabergé-Schatz zum Vorschein.

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Fünfklingen-Wurfmesser

    Gobinda verwendet ein sternförmiges Wurfmesser mit fünf ausklappenden Klingen gegen Bond.

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Atomarer Sprengsatz

    Orlov lässt einen sowjetischen Atomsprengsatz in einer Kanone des Zirkuszuges verstecken. Die Explosion soll wie ein amerikanischer Unfall wirken und die einseitige Abrüstung Europas auslösen.

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Wendejacke

    Auf der Flucht am deutschen Grenzübergang wendet Bond seine Jacke und gibt sich damit kurzfristig als Zivilist aus.

    Quellen: Octopussy – 007.com

  • Walther PPK 7,65 mm

    Bond führt erneut seine kompakte Dienstpistole Walther PPK im Kaliber 7,65 mm.

    Quellen: Octopussy – 007.com

Produktion und Trivia

  • Das Drehbuch verwendet Motive aus Ian Flemings Kurzgeschichten „Octopussy“ und „The Property of a Lady“. Die zentrale Bombenhandlung wurde für den Film neu entwickelt.
  • George MacDonald Fraser schlug Indien als Schauplatz vor, nachdem Japan zeitweise erwogen worden war; er schrieb gemeinsam mit Richard Maibaum und Michael G. Wilson das Drehbuch.
  • Die Produktion begann laut AFI am 16. August 1982. Die Indien-Dreharbeiten starteten am 12. September in Udaipur.
  • Die erste Einheit drehte etwa drei Wochen in Indien; eine zweite Einheit blieb ungefähr einen weiteren Monat. Der Monsoon Palace stellte Kamals Palast dar, Jag Mandir und der Lake Palace Teile von Octopussys Anwesen.
  • Roger Moore zögerte vor seinem sechsten Bond-Film. James Brolin und Michael Billington wurden als mögliche Nachfolger erwogen; Moore sagte schließlich im Juli 1982 zu.
  • Maud Adams war nach „Der Mann mit dem goldenen Colt“ die erste Darstellerin, die in zwei Bond-Filmen jeweils eine große weibliche Hauptrolle spielte.
  • Produzent Albert R. Broccoli traf den Tennisspieler Vijay Amritraj in Wimbledon und besetzte ihn anschließend als Bonds indischen Kontaktmann Vijay.
  • Die Acrostar-Sequenz war bereits für „Moonraker“ erwogen worden. Besitzer und Pilot Corkey Fornof flog den Jet; laut AFI gab es zu dieser Zeit nur zwei Exemplare.
  • Die Tuk-Tuk-Verfolgung begann am 22. September 1982 in Udaipur. Rémy Julienne koordinierte die Fahrzeugstunts; ein Radfahrer, der der Kolonne unbeabsichtigt ausweicht, blieb in der fertigen Szene.
  • Zu den Berliner Drehorten gehörten Checkpoint Charlie, das Brandenburger Tor, der Potsdamer Platz und Spandau. Die Nene Valley Railway in England stellte Teile der ostdeutschen Bahnstrecke dar.
  • RAF Upper Heyford doubelte für den fiktiven US-Luftwaffenstützpunkt Feldstadt in Westdeutschland; RAF Northolt stellte den Militärflugplatz des Vorspanns dar.
  • John Barry komponierte die Filmmusik und gemeinsam mit Texter Tim Rice das Titellied „All Time High“, gesungen von Rita Coolidge.
  • Der Film startete im selben Jahr wie die konkurrierende, nicht von Eon produzierte Bond-Verfilmung „Never Say Never Again“ mit Sean Connery.
  • AFI und The Numbers führen 131 Minuten Laufzeit, das BFI 130 Minuten. Beim Budget stehen sich 27,5 Millionen US-Dollar bei The Numbers und eine zeitgenössische AFI-Angabe von 25 Millionen gegenüber.
  • Die deutsche Fassung entstand bei cine-adaption in München-Gauting. Michael Brennicke schrieb das Dialogbuch, John Pauls-Harding führte Dialogregie.

Bilder

Lake Palace im Pichhola-See vor Udaipurs Stadtpalast
Der Lake Palace lieferte Teile von Octopussys Anwesen und das Panorama von UdaipurFoto: Flicka · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Monsoon Palace auf einem Berg über Udaipur
Der Monsoon Palace stellte Kamal Khans Palast darFoto: Yasirarafatbhat · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Jag Mandir auf einer Insel im Pichhola-See
Jag Mandir ist eine der Kulissen für Octopussys InselpalastFoto: Jakub Hałun · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Checkpoint Charlie im November 1989
Historische Aufnahme des Grenzübergangs Checkpoint Charlie, eines zentralen Berliner DrehortsFoto: F. Lee Cochran, U.S. Department of Defense · Public domain · Wikimedia Commons
Kleiner Bede BD-5J im Flug
Ein BD-5J desselben Typs wie der Acrostar Mini Jet im Vorspann; kein FilmflugzeugFoto: Matthias Kabel · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Gelb-grünes Bajaj-Tuk-Tuk in Ahmedabad
Ziviles Bajaj-Tuk-Tuk als Typbeispiel; das Filmtaxi war eine SpezialanfertigungFoto: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Offener Range Rover V8 von 1981
Ein offener Range Rover als Referenz für Biancas Cabrio-Umbau; kein belegtes FilmfahrzeugFoto: Kieran White · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Gelber Alfa Romeo GTV6 2.5 von 1981
Serien-GTV6 als Typbeispiel; Bonds Filmwagen ist rotFoto: Huhu Uet · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Mercedes-Benz 280 S der Baureihe W108
Ein regulärer 280 S W108 als Referenz für Orlovs DienstwagenFoto: nakhon100 · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Beech C-45H Expeditor am Boden
Eine C-45H als Typbeispiel für Kamals Fluchtflugzeug; nicht das im Film verwendete ExemplarFoto: Tomás Del Coro · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Krokodil-Tauchfahrzeug aus Octopussy im National Motor Museum
Das erhaltene Filmrequisit des als Krokodil getarnten TauchfahrzeugsFoto: Karen Roe · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Bunter Heißluftballon im Flug
Symbolfoto eines Heißluftballons; Qs Union-Jack-Filmballon ist nicht abgebildetFoto: Angshuman Chatterjee · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Quellen

  1. Octopussy – 007.com(en)abgerufen am 8. September 2026
  2. Tuk-Tuk – 007.com(en)abgerufen am 8. September 2026
  3. Octopussy – AFI Catalog(en)abgerufen am 8. September 2026
  4. Octopussy (1983) – BFI(en)abgerufen am 8. September 2026
  5. Octopussy – The Numbers(en)abgerufen am 8. September 2026
  6. Octopussy film locations – Movie-Locations.com(en)abgerufen am 8. September 2026
  7. Octopussy locations – Reelstreets(en)abgerufen am 8. September 2026
  8. Octopussy – jamesbond.de(de)abgerufen am 8. September 2026
  9. Octopussy – Deutsche Synchronkartei(de)abgerufen am 8. September 2026
  10. Octopussy vehicles – IMCDb(en)abgerufen am 8. September 2026
  11. Octopussy aircraft – IMPDb(en)abgerufen am 8. September 2026
  12. Bede BD-5J – Pima Air & Space Museum(en)abgerufen am 8. September 2026
  13. 40 Jahre Alfa Romeo Alfetta GT – Stellantis Media(de)abgerufen am 8. September 2026
  14. Mercedes-Benz 280 S (W108) – Mercedes-Benz Clubs(de)abgerufen am 8. September 2026
  15. Beech C-45H Expeditor – National Museum of the US Air Force(en)abgerufen am 8. September 2026
  16. Checkpoint Charlie – Wikidata(en)abgerufen am 8. September 2026
  17. RAF Northolt – Wikidata(en)abgerufen am 8. September 2026
  18. RAF Upper Heyford – Wikidata(en)abgerufen am 8. September 2026
  19. Seiko G757-5020 Sports 100 – James Bond Lifestyle(en)abgerufen am 8. September 2026
  20. Montblanc Meisterstück fountain pen – James Bond Lifestyle(en)abgerufen am 8. September 2026