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Filmplakat: James Bond – 007 jagt Dr. No

Film Nr. 1 · 1962 · Connery-Ära

James Bond – 007 jagt Dr. No

Dr. No

Der erste Auftrag für 007

TMDB-Wertung: 7.0 / 10 · Bei TMDB ansehen

Handlung

In Kingston wird der britische Geheimdienst-Resident John Strangways von drei als Blinde getarnten Killern erschossen, kurz darauf verschwindet auch seine Sekretärin samt aller Akten. In London holt M seinen Agenten James Bond vom Spieltisch des Le Cercle weg, tauscht dessen Beretta gegen eine Walther PPK und schickt ihn nach Jamaika. Strangways hatte zuletzt untersucht, ob von der Insel aus die Raketenstarts in Cape Canaveral gestört werden.

Schon am Flughafen wird Bond fotografiert und von einem falschen Chauffeur erwartet, der sich lieber mit Zyankali tötet, als zu reden. Bond stößt auf den Fischer Quarrel, der zusammen mit CIA-Mann Felix Leiter ebenfalls im Fall ermittelt, und auf Gesteinsproben, die Strangways vom Inselchen Crab Key mitgebracht hat: Sie sind radioaktiv. Der Geologe Professor Dent, der das bestritten hatte, arbeitet für den geheimnisvollen Dr. No. Eine Tarantel im Hotelbett und ein Leichenwagen auf der Bergstraße überlebt Bond nur knapp, bevor er Dent in Miss Taros Bungalow in eine Falle lockt und erschießt.

Nachts setzt Bond mit Quarrel nach Crab Key über. Am Strand begegnet er der Muschelsammlerin Honey Ryder; wenig später treibt ein flammenspeiender „Drache“ – ein getarntes Kettenfahrzeug – die drei ins Sumpfland, und Quarrel stirbt. Bond und Honey werden in Dr. Nos unterirdische Anlage gebracht. Beim Abendessen erklärt der Wissenschaftler mit den Metallhänden, dass er im Auftrag von SPECTRE den nächsten amerikanischen Raketenstart aus der Bahn lenken will. Bond bricht aus seiner Zelle aus, überlastet den Reaktor und lässt Dr. No im kochenden Kühlwasser zurück. Mit Honey flieht er im Boot aufs Meer, wo Leiter sie schließlich abschleppen lässt.

Fakten

James Bond
Sean Connery
Regie
Terence Young
Drehbuch
Richard Maibaum, Johanna Harwood und Berkely Mather
Produktion
Harry Saltzman und Albert R. Broccoli
Musik
Monty Norman
Titelsong
„James Bond Theme“John Barry & His Orchestra
Romanvorlage
Ian Fleming: „Dr. No“1958
Laufzeit
110 Minuten
Budget
1,1 Mio. US-Dollarrund 392.000 £, Angabe nach Wikipedia (en)
Einspielergebnis
60 Mio. US-Dollarweltweit, Erstaufführung und Wiederaufführung 1965 (Wikipedia en); Box Office Mojo nennt nur 16,1 Mio. USD für Nordamerika
Kinostart
UK: 5. Oktober 1962USA: 8. Mai 1963Deutschland: 25. Januar 1963

Reiseroute und Drehorte

Goldene Nummern zeigen Bonds Weg durch die Handlung, helle Marker die echten Drehorte. Beide Ebenen lassen sich einzeln ausblenden.

Kartenstil

Bonds Reiseroute · 11 Stationen

Gesamtdistanz (Luftlinie)≈ 7.653 km
  1. Am Chemin-de-fer-Tisch stellt sich Bond Sylvia Trench mit „Bond, James Bond“ vor und wird zu M gerufen.

  2. London, Le Cercle (Les Ambassadeurs) → London, MI6-Hauptquartier · ≈ 2 km

    M erklärt den Fall Strangways, Boothroyd tauscht Bonds Beretta gegen die Walther PPK.

  3. London, MI6-Hauptquartier → Kingston, Flughafen Palisadoes · ≈ 7.541 km

    Bond wird bei der Ankunft heimlich fotografiert; ein falscher Chauffeur holt ihn ab und schluckt nach dem Kampf Zyankali.

  4. Kingston, Flughafen Palisadoes → Kingston, Government House · ≈ 10 km

    Beim Kolonialsekretär Pleydell-Smith erfährt Bond von Strangways' Gesteinsproben und der Insel Crab Key.

  5. Kingston, Government House → Kingston, Queen's Club und Strangways' Bungalow · ≈ 2 km

    Bond befragt Strangways' Bridge-Partner, darunter Professor Dent, und findet in dessen Haus ein Foto des Fischers Quarrel.

  6. Kingston, Queen's Club und Strangways' Bungalow → Kingston Harbour, Puss Fellers Bar · ≈ 9 km

    Bond folgt Quarrel zur Hafenkneipe und trifft dort CIA-Agent Felix Leiter; die drei tun sich zusammen.

  7. Kingston Harbour, Puss Fellers Bar → Kingston, Bonds Hotel · ≈ 10 km

    Bond präpariert sein Zimmer, wird von Miss Taro zu sich eingeladen und überlebt nachts eine Tarantel im Bett.

  8. Kingston, Bonds Hotel → Blue Mountains, Miss Taros Bungalow · ≈ 10 km

    Fiktiver Ort in den Bergen über Kingston: Auf der Bergstraße stürzt der verfolgende Leichenwagen ab, Bond lässt Miss Taro verhaften und erschießt Professor Dent.

  9. Blue Mountains, Miss Taros Bungalow → Crab Key, Strand · ≈ 60 km

    Fiktive Insel, gedreht am Laughing Waters Beach bei Ocho Rios: Bond trifft Honey Ryder, das Trio flieht vor den Wachen ins Sumpfland, wo der „Drache“ Quarrel tötet.

  10. Crab Key, Strand → Crab Key, Dr. Nos Anlage · ≈ 4 km

    Fiktiver Stützpunkt, Außenaufnahmen am Bauxit-Pier von Ocho Rios: Abendessen mit Dr. No, Flucht durch den Lüftungsschacht, Überlastung des Reaktors.

  11. Crab Key, Dr. Nos Anlage → Auf See vor Crab Key · ≈ 6 km

    Fiktive Position: Bond und Honey entkommen im Motorboot, bis ihnen der Sprit ausgeht und Leiter sie abschleppen lässt.

Drehorte · 14

  • steht für Crab Key, Kingston und London

    Alle Innenaufnahmen: Le Cercle, Ms Büro, Bonds Hotelzimmer mit der Tarantel, Miss Taros und Strangways' Bungalow, Dr. Nos Anlage mit Reaktorhalle und Lüftungsschacht

  • Vorbild und Schauplatz für das Spielkasino Le Cercle, in dem Bond erstmals zu sehen ist; der Innenraum wurde von Ken Adam in Pinewood nachgebaut

  • steht für MI6-Hauptquartier (Vereinigtes Königreich)

    Außenansicht des Bürohauses, das als MI6-Hauptquartier (Universal Exports) dient

  • Bonds Ankunft in Jamaika, die heimliche Fotografin und der falsche Chauffeur

  • Eröffnungssequenz: Die „drei blinden Mäuse“ ziehen durch die Innenstadt zu Strangways' Club

  • steht für Queen's Club, Kingston (Jamaika)

    Der Queen's Club, in dem Strangways beim Bridge ermordet wird und Bond später seine Mitspieler befragt

  • steht für Government House, Kingston (Jamaika)

    Amtssitz des Gouverneurs als Government House, wo Bond Pleydell-Smith trifft

  • steht für Kingston Harbour (Jamaika)

    Puss Fellers Hafenkneipe, Quarrels Boot und die nächtliche Abfahrt nach Crab Key

  • steht für Blue Mountains bei Kingston (Jamaika)

    Außenaufnahmen von Miss Taros Bungalow, vor dem Bond auf Professor Dent wartet

  • steht für Crab Key (Jamaika)

    Der Strand von Crab Key: Honey Ryder steigt singend aus dem Meer, Bond und Quarrel verstecken sich vor der Patrouille

  • steht für Crab Key (Jamaika)

    Bond, Honey und Quarrel waschen sich im Wasserfall, nachdem sie dem Drachen entkommen sind

  • steht für Crab Key (Jamaika)

    Bond, Honey und Quarrel tauchen mit Schilfrohren im Fluss unter, um der Suchmannschaft zu entgehen

  • steht für Crab Key (Jamaika)

    Der Sumpf, in dem der „Drache“ Quarrel tötet und Bond und Honey gefangen nimmt

  • steht für Crab Key, Dr. Nos Anlage (Jamaika)

    Außenansicht von Dr. Nos Anlage mit Förderband und Verladeanlage, Ankunft der Gefangenen

Figuren und Besetzung

Fahrzeuge & Gadgets

Fahrzeuge

  • Frontansicht eines Sunbeam Alpine Series II Roadsters von 1962
    Sunbeam Alpine Series II (1962) – Bonds hellblauer Mietwagen, der erste Bond-Wagen der FilmreiheFoto: Vauxford · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

    Sunbeam Alpine Series II

    Auto1961

    Hellblauer Mietwagen, mit dem Bond auf der Bergstraße dem Leichenwagen entkommt – der erste Bond-Wagen der Filmreihe

    Bond mietet den Alpine in Kingston und fährt damit zu Miss Taros Bungalow in den Blue Mountains; auf der Bergstraße schüttelt er den Leichenwagen der „drei blinden Mäuse“ ab, indem er unter dem ausgefahrenen Arm eines Baggers hindurchfährt – Stuntfahrer Bob Simmons nahm die Lücke mit rund 70 km/h, der hohe Leichenwagen dahinter stürzt in die Schlucht. Der Wagen in der Farbe Lake Blue mit dem Kennzeichen Z 8301 war kein Studiofahrzeug, sondern gehörte der Jamaikanerin Jennifer Jackson, die für die Dreharbeiten zehn Pfund am Tag erhielt; er galt als der einzige geeignete Sportwagen, der auf der Insel aufzutreiben war. So wurde ein geliehener Sunbeam das erste Auto, das Bond auf der Leinwand fährt. Die Series II von 1960 hatte gegenüber dem ersten Alpine einen auf 1,6 Liter vergrößerten Motor und eine überarbeitete Hinterachse.

    Gefahren von
    James Bond
    Technik
    1,6-l-Reihenvierzylinder (1592 cm³), 80 PS, 159 km/h

    Quellen: Bond Lifestyle: Sunbeam Alpine Series II · Wikipedia (en): Sunbeam Alpine · IMCDb: 1961 Sunbeam Alpine Series II

  • Weiße LaSalle Series 50 Limousine von 1939 mit schmalem Kühlergrill unter einem Ausstellungsdach
    LaSalle Series 50 (1939) als Limousine – Serienmodell, auf dessen Fahrgestell der Leichenwagen der „drei blinden Mäuse“ aufbauteFoto: Sicnag · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    LaSalle Series 50 Leichenwagen (Miller)

    Auto1939

    Der schwarze Leichenwagen der „drei blinden Mäuse“, der bei der Verfolgungsjagd in die Schlucht stürzt

    Die drei als blinde Bettler getarnten Killer sind mit dem schwarzen Leichenwagen unterwegs: Schon in der Eröffnung schaffen sie darin Strangways' Leiche fort, später jagen sie damit Bonds Sunbeam über die Bergstraße, bis der hohe Aufbau nicht unter den Baggerarm passt und der Wagen den Hang hinabstürzt und ausbrennt. IMCDb bestimmt das Fahrzeug als LaSalle Series 50 von 1939 mit Bestattungsaufbau von Miller, einem sogenannten Combination Coach, wie ihn Bestatter zugleich als Leichen- und Krankenwagen nutzten. LaSalle war die günstigere Schwestermarke von Cadillac; das Modell von 1939 erhielt den 5,3-Liter-V8 des Cadillac Series 60 und einen auffällig schmalen Kühlergrill. Im Sommer 1940 stellte General Motors die Marke ein.

    Gefahren von
    „Die drei blinden Mäuse“
    Technik
    5,3-l-V8 (322 cu in) von Cadillac, 125 PS

    Quellen: IMCDb: 1939 LaSalle Funeral Coach Miller Combination [Series 50] · Wikipedia (de): LaSalle (Automarke) · Wikipedia (en): LaSalle (automobile)

  • Hellblaues Chevrolet Bel Air Cabriolet von 1957 mit Weißwandreifen auf einer Wiese bei einem Oldtimertreffen
    Chevrolet Bel Air Convertible (1957) – Serienexemplar des Wagens, mit dem der falsche Chauffeur Mr. Jones Bond am Flughafen abholtFoto: Sicnag · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Chevrolet Bel Air Convertible

    Auto1957

    Wagen des falschen Chauffeurs Mr. Jones, der Bond vom Flughafen abholt

    Am Flughafen von Kingston wartet ein angeblicher Chauffeur des Government House mit dem hellen Bel Air Cabriolet auf Bond. Der lässt sich fahren, bis er den Schwindel auffliegen lässt, zwingt Mr. Jones auf einen Feldweg und stellt ihn zur Rede; als sich der Mann mit einer Zyankali-Zigarette tötet, setzt sich Bond selbst ans Steuer und liefert Wagen und Leiche vor dem Government House ab. IMCDb identifiziert das Auto als Bel Air Convertible des Modelljahres 1957 (Karosseriecode 2434), mit Heckflossen und Chromfront der Inbegriff des amerikanischen Straßenkreuzers jener Jahre – auf Jamaika ein naheliegender Wagen, da die Produktion vor Ort anmietete, was verfügbar war.

    Gefahren von
    „Mr. Jones“, dann Bond
    Technik
    3,9-l-Reihensechszylinder oder 4,6-l-V8 (283 cu in), bis 283 PS mit Benzineinspritzung

    Quellen: IMCDb: 1957 Chevrolet Bel Air [2434] · Wikipedia (en): Chevrolet Bel Air · Wikipedia (en): List of James Bond vehicles

  • Nachbau des „Drachen“ aus Dr. No mit rot-weißen Zähnen auf schwarzem Rumpf in einer Halle
    Nachbau des Drachen-Panzers von Crab Key, 2010 für eine Bond-Veranstaltung gebaut – kein OriginalrequisitFoto: Dave McLear from Roxburgh, Scotland · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Dr. No „Drache“ (Sumpffahrzeug)

    Sonstiges

    Als feuerspeiender Drache getarntes Kettenfahrzeug mit Flammenwerfer, das Crab Key bewacht

    Der „Drache“ hält Fischer und Neugierige von Crab Key fern: ein Kettenfahrzeug mit Scheinwerferaugen und aufgemalten Zähnen, dessen Flammenwerfer im Sumpf Quarrel tötet und Bond und Honey in die Gefangenschaft treibt. Art Director Syd Cain, der die Dreharbeiten in Jamaika betreute, entwarf das Gefährt; nach Angaben der Produktion hatte man sich zuvor in Florida Sumpfbuggys angesehen. In Flemings Roman ist der Drache ein Sumpfbuggy mit Drachenverkleidung, mit dem Bond und Honey am Ende sogar von der Insel fliehen – der Film ersetzte das durch die Flucht per Boot. Das Fahrzeug selbst ist nicht erhalten; für Bond-Veranstaltungen entstanden Nachbauten.

    Gefahren von
    Dr. Nos Wachmannschaft

    Quellen: Wikipedia (en): Dr. No (film) · Wikipedia (en): List of James Bond vehicles · IMDb: Dr. No (1962) – Trivia · Wikipedia (en): Syd Cain

  • Dr. No Motorboot der Wachmannschaft

    Boot

    Fluchtboot: Bond wirft die Besatzung über Bord und entkommt mit Honey der Explosion; als der Sprit ausgeht, nimmt Leiter die beiden in Schlepp

    Nachdem Bond den Reaktor überlastet und Dr. No im Kühlbecken versenkt hat, befreit er Honey und kapert am Anleger ein Motorboot der Wachmannschaft: Er wirft die beiden Männer ins Wasser, stößt einen davon noch einmal zurück und rast mit Honey davon, Sekunden bevor die Anlage in die Luft fliegt. Auf offener See geht das Benzin aus; Felix Leiter findet die beiden treibend, wirft ihnen von einem Marineboot eine Schleppleine zu – und Bond lässt die Leine für den Schlusskuss wieder los. Typ und Hersteller des offenen Motorboots sind in den ausgewerteten Quellen nicht belegt.

    Gefahren von
    Dr. Nos Wachen, dann Bond

    Quellen: Wikipedia (en): Dr. No (film) · Wikipedia (de): James Bond – 007 jagt Dr. No

Gadgets

  • Walther PPK im Kaliber 7,65 mm mit braunen Griffschalen und Herstellerprägung aus Zella-Mehlis, von links
    Walther PPK, Kaliber 7,65 mm – die Pistole, die Boothroyd Bond in „Dr. No“ anstelle der Beretta aushändigtFoto: Askild Antonsen · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

    Walther PPK

    M und Waffenmeister Boothroyd nehmen Bond seine Beretta ab und geben ihm die Pistole, die ihn durch die ganze Serie begleiten wird – „7,65 Millimeter, mit einer Wirkung wie ein Ziegelstein durch eine Schaufensterscheibe“. Die Szene folgt dem Roman, in dem Fleming den Rat des Waffenexperten Geoffrey Boothroyd umsetzte; auf der Leinwand hielt Connery tatsächlich eine etwas größere Walther PP.

    Quellen: Bond Lifestyle: Walther PPK · Wikipedia (en): Walther PP · Wikipedia (de): James Bond – 007 jagt Dr. No

  • Gelber Geigerzähler Victoreen CD V-700 mit Sonde, Kopfhörer, Batterien und Handbuch auf weißem Tuch
    Victoreen CD V-700, ein Zivilschutz-Geigerzähler der 1950er- und 60er-Jahre – ein zeitgenössisches Gerät wie das, mit dem Bond die Proben von Crab Key prüftFoto: Roger469 · Public domain · Wikimedia Commons

    Geigerzähler

    Ein aus London eingeflogenes Messgerät, mit dem Bond die radioaktiven Gesteinsproben von Crab Key und später Honeys Boot prüft.

    Quellen: Wikipedia (en): Dr. No (film) · Wikipedia (en): CD V-700

Produktion und Trivia

  • Gedreht wurde vom 16. Januar bis 30. März 1962, insgesamt 58 Drehtage. Die Jamaika-Aufnahmen endeten wegen umschlagenden Wetters am 21. Februar, danach zog die Produktion in die Pinewood Studios.
  • Das Budget lag bei rund 1,1 Millionen US-Dollar (etwa 392.000 Pfund); eingespielt hat der Film weltweit rund 59,5 Millionen US-Dollar. Für die Kulissen schossen die Produzenten zusätzlich 6.000 Pfund aus eigener Tasche zu.
  • Sechs Kandidaten wurden für die Rolle des Bond getestet; der Sieger, das 28-jährige Model Peter Anthony, erwies sich als ungeeignet. Der 31-jährige Sean Connery überzeugte die Produzenten mit seinem selbstbewussten Auftreten, Terence Young brachte ihm anschließend Anzüge, Manieren und Coolness bei.
  • Produktionsdesigner Ken Adam hatte nur 14.500 Pfund für sämtliche Bauten. Ms Büro bekam Gemälde aus Pappe und eine mit Plastik bezogene Tür, Professor Dents Verhörraum mit dem Gitter kostete gerade 745 Pfund.
  • Das Goya-Porträt des Herzogs von Wellington in Dr. Nos Anlage war 1961 tatsächlich aus der National Gallery gestohlen worden. Ken Adam malte die Kopie an einem Wochenende nach einem Dia – und diese Kopie wurde später ebenfalls gestohlen.
  • Die Tarantel-Szene wurde zunächst mit einer Glasscheibe zwischen Connery und der Spinne gedreht. Young war unzufrieden, und Stuntman Bob Simmons ließ sich das Tier ohne Schutz über den Körper laufen – nach eigener Aussage der schlimmste Stunt seines Lebens.
  • Maurice Binder filmte die Gunbarrel-Sequenz durch eine Lochkamera im Lauf einer .38er Pistole; als Bond ist dort Bob Simmons zu sehen, nicht Connery. Der gesamte Vorspann kostete 2.000 Pfund.
  • Das James-Bond-Thema schrieb Monty Norman, arrangiert wurde es von John Barry, der nur als Orchesterleiter genannt wird. Um die Urheberschaft stritten beide jahrzehntelang; 2001 bestätigte ein Londoner Gericht Norman als Komponisten. Die Single erreichte Platz 13 der britischen Charts.
  • Ursula Andress' Auftritt im weißen Bikini gilt als einer der berühmtesten Momente der Filmgeschichte; der Bikini wurde 2001 für 61.500 Dollar versteigert. Ihre Dialoge sprach wegen des starken Akzents Nikki van der Zyl, gesungen hat Diana Coupland.
  • Cutter Peter Hunt setzte auf schnelle Schnitte, leicht beschleunigte Actionbilder und übertriebene Geräuscheffekte – ausdrücklich auch, um Schwächen des Drehbuchs zu überspielen. Sein Stil prägte die Reihe bis heute.
  • Bonds kaltblütige Erschießung des wehrlosen Professor Dent ging der britischen Zensurbehörde BBFC zu weit: Die Szene wurde gekürzt, damit der Film die Freigabe „A“ bekam.
  • Bei der Verfolgungsjagd fuhr Connery selbst mit dem Sunbeam Alpine unter dem Baukran hindurch – mit nur wenigen Zentimetern Luft. Dr. Nos Riesenaquarium ist übrigens vergrößertes Archivmaterial von Goldfischen; die Dialogzeile über die Vergrößerung wurde nachträglich ergänzt.
  • Die Kritik war anfangs gespalten: Time nannte Bond einen „blithering bounder“, der Vatikan warnte vor einer gefährlichen Mischung aus Gewalt und Sex, der Kreml sah in Bond die Verkörperung des kapitalistischen Bösen. 1999 setzte das BFI den Film auf Platz 41 der besten britischen Filme.
  • Ursula Andress erhielt 1964 den Golden Globe als vielversprechendste Nachwuchsdarstellerin. Sean Connery und der Film selbst waren für Laurel Awards nominiert.
  • In Deutschland startete der Film am 25. Januar 1963 als „James Bond – 007 jagt Dr. No“ mit FSK 16. Die Synchronisation entstand bei Ultra-Film in Berlin; Connery wurde von Klaus Kindler gesprochen, ab dem zweiten Film übernahm Gert Günther Hoffmann.

Bilder

Die Dunn's River Falls bei Ocho Rios münden über Felsstufen direkt in den karibischen Strand
Dunn's River Falls, Jamaika – hier waschen sich Bond, Honey und Quarrel auf „Crab Key“ den Sumpf abFoto: Dr. Thomas Liptak · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Frontansicht eines Sunbeam Alpine Series II Roadsters von 1962
Sunbeam Alpine Series II (1962) – Bonds hellblauer Mietwagen, der erste Bond-Wagen der FilmreiheFoto: Vauxford · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Einfahrt der Pinewood Studios in Iver Heath mit Schriftzug am Tor
Pinewood Studios – seit „Dr. No“ die Heimat der Bond-Filme; hier entstanden Ken Adams KulissenFoto: Ajay Tegala · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Die Fleming Villa auf dem Goldeneye-Anwesen in Oracabessa, Jamaika, zwischen Palmen
Goldeneye, Oracabessa – Ian Flemings Anwesen, in dem alle Bond-Romane entstanden; die Crab-Key-Szenen wurden ganz in der Nähe gedrehtFoto: Dagomir Marquezi · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Das viktorianische Eckgebäude des Les Ambassadeurs Club an der Hamilton Place in Londons Mayfair
Les Ambassadeurs Club, Mayfair – hier spielt Bond in der ersten Szene der Reihe Chemin de fer und stellt sich als „Bond, James Bond“ vorFoto: Herry Lawford · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Uferpromenade am Albert Embankment mit steinernem Rundpavillon und Blick über die Themse Richtung Westminster
Albert Embankment, London – an dieser Straße steht das Bürohaus, das im Film als MI6-Zentrale Universal Exports auftrittFoto: Txllxt TxllxT · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Eine Boeing 707 der Caledonian Airways steht 1971 auf dem Vorfeld des Flughafens von Kingston
Flughafen Palisadoes, Kingston (Aufnahme von 1971) – hier landet Bond in Jamaika und wird beim Aussteigen heimlich fotografiertFoto: Ken Fielding · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Straßenhändler mit Säcken, Kisten und Gemüse auf einem Markt in der Innenstadt von Kingston, 1990
Innenstadt von Kingston – durch diese Straßen ziehen in der Eröffnungssequenz die „drei blinden Mäuse“ zu Strangways' ClubFoto: Gzzz · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Die roten Backsteinmauern von Fort Charles in Port Royal hinter hohem, windbewegtem Gras
Port Royal – gleich neben Fort Charles liegt Morgan's Harbour, wo Puss Fellers Hafenkneipe entstand und Quarrels Boot nachts nach Crab Key ablegtFoto: Raychristofer · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Bewaldete Hänge der Blue Mountains über Kingston, im Vordergrund ein bemooster, kahler Baum
Blue Mountains – in diesen Bergen über Kingston liegt Miss Taros Bungalow; auf der Bergstraße dorthin stürzt der verfolgende Leichenwagen abFoto: Wolmadrian · Public domain · Wikimedia Commons
Silhouette der Verladekräne des Bauxit-Piers von Ocho Rios vor rotem Abendhimmel
Reynolds-Bauxitpier, Ocho Rios – die Verladeanlage lieferte die Außenansicht von Dr. Nos Stützpunkt auf Crab KeyFoto: WikiPedant · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Hellblaues Chevrolet Bel Air Cabriolet von 1957 mit Weißwandreifen auf einer Wiese bei einem Oldtimertreffen
Chevrolet Bel Air Convertible (1957) – Serienexemplar des Wagens, mit dem der falsche Chauffeur Mr. Jones Bond am Flughafen abholtFoto: Sicnag · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Weiße LaSalle Series 50 Limousine von 1939 mit schmalem Kühlergrill unter einem Ausstellungsdach
LaSalle Series 50 (1939) als Limousine – Serienmodell, auf dessen Fahrgestell der Leichenwagen der „drei blinden Mäuse“ aufbauteFoto: Sicnag · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Gelber Geigerzähler Victoreen CD V-700 mit Sonde, Kopfhörer, Batterien und Handbuch auf weißem Tuch
Victoreen CD V-700, ein Zivilschutz-Geigerzähler der 1950er- und 60er-Jahre – ein zeitgenössisches Gerät wie das, mit dem Bond die Proben von Crab Key prüftFoto: Roger469 · Public domain · Wikimedia Commons
Walther PPK im Kaliber 7,65 mm mit braunen Griffschalen und Herstellerprägung aus Zella-Mehlis, von links
Walther PPK, Kaliber 7,65 mm – die Pistole, die Boothroyd Bond in „Dr. No“ anstelle der Beretta aushändigtFoto: Askild Antonsen · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Nachbau des „Drachen“ aus Dr. No mit rot-weißen Zähnen auf schwarzem Rumpf in einer Halle
Nachbau des Drachen-Panzers von Crab Key, 2010 für eine Bond-Veranstaltung gebaut – kein OriginalrequisitFoto: Dave McLear from Roxburgh, Scotland · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Quellen

  1. Dr. No (film) – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  2. James Bond – 007 jagt Dr. No – Wikipedia (de)(de)abgerufen am 7. September 2026
  3. List of James Bond film locations – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  4. Dr. No filming locations – The Worldwide Guide to Movie Locations(en)abgerufen am 7. September 2026
  5. Dr. No – Box Office Mojo(en)abgerufen am 7. September 2026
  6. Dunn's River Falls – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  7. Norman Manley International Airport – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  8. Ocho Rios – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  9. Goldeneye (estate) – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  10. Les Ambassadeurs Club – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  11. King's House, Jamaica – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  12. Port Royal – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  13. Falmouth, Jamaica – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  14. Pinewood Studios – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
  15. OpenStreetMap Nominatim (Koordinaten Liguanea Club, Morgan's Harbour, Laughing Waters, Reynolds Pier, Sans Souci, White River, Harbour Street, Albert Embankment)(en)abgerufen am 7. September 2026