
Film Nr. 11 · 1979 · Moore-Ära
James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim
Moonraker
Ein gestohlener Raumgleiter führt 007 von Venedig und Rio bis in den Erdorbit
TMDB-Wertung: 6.2 / 10 · Bei TMDB ansehen
Handlung
Ein für Großbritannien bestimmter Moonraker-Raumgleiter verschwindet während des Transports. M schickt James Bond nach Kalifornien zu dessen Hersteller, dem Industriellen Hugo Drax. Auf seinem Anwesen entgeht Bond einem tödlichen Zentrifugentest und entdeckt mit Hilfe der Pilotin Corinne Dufour Baupläne für eine unbekannte Anlage. Drax lässt Corinne ermorden. Eine Spur führt Bond nach Venedig, wo er in einer Glashütte ein geheimes Labor findet. Dort begegnet er der NASA-Wissenschaftlerin Holly Goodhead, die sich als verdeckte CIA-Agentin entpuppt. Die produzierten Glaskugeln enthalten ein für Menschen tödliches Nervengas, das aus einer seltenen südamerikanischen Orchidee gewonnen wird.
In Rio de Janeiro trifft Bond Holly wieder und überlebt auf der Seilbahn am Zuckerhut einen Angriff von Beißer. Nachdem Drax Holly entführen lässt, folgt Bond einer Lieferung in den Amazonas. Mit einem bewaffneten Glastron-Boot erreicht er eine in einem Tempel verborgene Startbasis. Drax bringt seine ausgewählten Männer und Frauen mit sechs Raumgleitern zu einer getarnten Station im Erdorbit. Von dort will er Giftkugeln in die Erdatmosphäre schicken, die Menschheit vernichten und mit seiner vermeintlich perfekten Elite neu beginnen.
Bond und Holly machen Drax’ Tarnsystem unbrauchbar, worauf amerikanische Raumstreitkräfte angreifen. Als Drax auch Beißer und Dolly aussortieren will, wechselt Beißer die Seite. Bond befördert Drax ins All; Beißer hilft bei der Flucht. Bond und Holly zerstören mit einem Moonraker-Gleiter die letzte Giftkugel, bevor sie die Erde erreicht.
Fakten
- James Bond
- Roger Moore
- Regie
- Lewis Gilbert
- Drehbuch
- Christopher Wood
- Produktion
- Albert R. Broccoli
- Musik
- John Barry
- Titelsong
- „Moonraker“Shirley Bassey
- Romanvorlage
- Ian Fleming: „Moonraker“1955
- Laufzeit
- 126 Minuten
- Budget
- 30 Mio. US-DollarZeitgenössische Angabe laut AFI/Variety: von zunächst 25 auf 30 Millionen US-Dollar gestiegen. The Numbers führt 31 Millionen; spätere Sekundärquellen nennen teils 34 Millionen.
- Einspielergebnis
- 210 Mio. US-Dollarweltweit laut Box Office Mojo; 70.308.099 US-Dollar davon entfielen auf den nordamerikanischen Markt
- Kinostart
- UK: 26. Juni 1979USA: 29. Juni 1979Deutschland: 31. August 1979
Reiseroute und Drehorte
Goldene Nummern zeigen Bonds Weg durch die Handlung, helle Marker die echten Drehorte. Beide Ebenen lassen sich einzeln ausblenden.
Bonds Reiseroute · 7 Stationen
Nach dem Diebstahl des britischen Moonraker-Gleiters erhält Bond von M den Auftrag, dessen Hersteller Drax Industries zu überprüfen.
London → Los Angeles International Airport · ≈ 8.774 km
Bond landet in Kalifornien und wird von Corinne Dufour zum Anwesen von Hugo Drax gebracht.
Los Angeles International Airport → Drax-Anwesen und Raumfahrtkomplex, Kalifornien · ≈ 76 km
Bond untersucht Drax Industries, überlebt einen Anschlag im Zentrifugentrainer und fotografiert geheime Pläne. Der Kartenpunkt steht stellvertretend bei Palmdale; das Anwesen ist fiktiv.
Drax-Anwesen und Raumfahrtkomplex, Kalifornien → Venedig · ≈ 9.820 km
In einer Glashütte entdeckt Bond Drax’ Nervengas-Labor, begegnet Holly Goodhead und entkommt seinen Verfolgern mit der Bondola über den Markusplatz.
Venedig → Rio de Janeiro · ≈ 9.445 km
Bond folgt Drax’ Transporten nach Rio, übersteht Beißers Angriff in der Seilbahn am Zuckerhut und erhält von Q die Analyse des Gifts.
Rio de Janeiro → Oberlauf des Amazonas · ≈ 2.857 km
Bond folgt einer Orchideenlieferung flussaufwärts und wehrt Drax’ Boote mit dem bewaffneten Glastron ab. Der Film verbindet mehrere weit voneinander entfernte reale Schauplätze zu einer fiktiven Amazonas-Route.
Oberlauf des Amazonas → Drax’ Tempel-Startbasis im Amazonasgebiet · ≈ 0 km
Hinter einem Wasserfall entdeckt Bond Drax’ Raumfahrtbasis, wird zusammen mit Holly gefangen genommen und gelangt an Bord eines Moonraker-Gleiters.
Drax’ Tempel-Startbasis im Amazonasgebiet → Drax-Raumstation im Erdorbit · ≈ 0 km
Bond und Holly vereiteln Drax’ Plan im All. Da ein Erdorbit keinen festen geografischen Punkt hat, wiederholt die Karte bewusst die Koordinaten der Startbasis und addiert keine erfundene Luftlinien-Distanz.
Drehorte · 18
Luftaufnahmen für den Fallschirmkampf im Vorspann; die Stuntleute sprangen über fünf Wochen mehr als 80 Mal
steht für Drax-Anwesen, Kalifornien (USA)
Außenansichten von Drax’ kalifornischem Herrenhaus und der Ankunft Bonds
steht für Drax-Anwesen, Kalifornien (USA)
Innenräume von Drax’ Herrenhaus
steht für Drax Industries, Kalifornien (USA)
Die Rolltreppen und Hightech-Architektur erscheinen als Verwaltungs- und Besprechungsbereich von Drax Industries
Großbauten, darunter Teile der Raumstation und der Shuttle-Innenräume; die Produktion nutzte außerdem Bühnen in Boulogne-Billancourt und bei Paris Studios Cinéma
Miniaturen, optische Effekte und weitere Innenaufnahmen; die visuellen Effekte unter Derek Meddings blieben trotz der Verlagerung nach Frankreich in Pinewood
steht für Drax Industries (USA)
Außenansichten des Produktionskomplexes von Drax Industries
Aufnahmen des amerikanischen Raumfahrtzentrums; auch die früheren Außenbilder des Moonraker-Montagewerks entstanden am Rockwell-Werk in Palmdale
Eingang von Drax’ Glasmanufaktur; die Glasmacher-Vorführung entstand separat in einer Werkstatt auf Murano, das geheime Labor als Studiobau
Das scheinbar leergeräumte Labor, das Bond nach seiner Rückkehr mit Minister Gray und Drax vorfindet
Die Motorboot- und Gondelverfolgung, das zum Luftkissenfahrzeug verwandelte Bondola-Gefährt und Teile des Kampfes mit Chang
Das Hotel, in dem Holly Goodhead während ihres Einsatzes in Venedig wohnt
Bond und Holly werden in einer Gondel von Beißer angegriffen; Außenaufnahmen entstanden an der realen Seilbahn, Nahaufnahmen und Stunts wurden ergänzt
steht für Kloster nahe Rio de Janeiro (Brasilien)
Q-Branchs vorgebliches brasilianisches Hauptquartier, in dem Bond die Analyse des Nervengases erhält
steht für Amazonas (Brasilien)
Die rasante Motorbootjagd durch den vermeintlichen Amazonas
steht für Amazonasgebiet (Brasilien)
Luft- und Landschaftsaufnahmen für den Wasserfall, über den Bond mit dem Hängegleiter entkommt
steht für Drax’ Tempel im Amazonasgebiet (Brasilien)
Außenansichten des Tempels, in dem Drax seine verborgene Startbasis eingerichtet hat
steht für Drax’ Amazonasbasis (Brasilien)
Wasserbecken und Dschungelumgebung der Szene, in der Bond über einem Python-Becken gefangen ist
Figuren und Besetzung
Bond-Girls
Handlanger
Verbündete
Fahrzeuge & Gadgets
Fahrzeuge

Ein erhaltenes Glastron CV-23HT aus „Moonraker“, ausgestellt im National Motor Museum in BeaulieuFoto: Karen Roe from Bury St Edmunds, Suffolk, UK · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons Glastron Carlson CV-23HT
Boot1978Silbergraues Schnellboot mit Minen, Torpedo, Schutzschild und ausklappbarem Hängegleiter
Drei silbergraue Exemplare wurden für den Film vorbereitet. Ein erhaltenes Filmboot gehört der Ian Fleming Foundation und wurde in der Ausstellung „Bond in Motion“ gezeigt.
- Gefahren von
- James Bond
Quellen: Moonraker – 007.com · Glastron CV-23HT speedboat – Ian Fleming Foundation · Glastron CV23HT – Bond Lifestyle
Eon Productions Bondola
BootMotorisierte Gondel, die sich in ein Luftkissenfahrzeug verwandelt
Vier Gondeln wurden für die Verfolgung umgebaut. Für den Übergang vom Wasser auf den Markusplatz waren fünf Versuche nötig; Roger Moore kenterte bei vier davon.
- Gefahren von
- James Bond
Quellen: Moonraker – 007.com · 007 Drives The Bondola – 007.com
MP Lafer
Auto1979Brasilianischer Roadster, mit dem Manuela Bond in Rio abholt
- Gefahren von
- Manuela
Quellen: Moonraker – 007.com · 1979 MP Lafer in Moonraker – IMCDb
Hispano-Suiza J12 Cabriolet
Auto1936Repräsentationswagen auf Drax’ französisch inszeniertem kalifornischem Anwesen; Modellzuordnung nach IMCDb
- Gefahren von
- Drax’ Chauffeur
Quellen: Moonraker – 007.com · 1936 Hispano-Suiza J12 in Moonraker – IMCDb

Der NASA-Testorbiter Enterprise veranschaulicht das reale Space-Shuttle-Programm, an dem sich die fiktiven Moonraker-Gleiter orientierenFoto: NASA · Public domain · Wikimedia Commons Drax Industries Moonraker space shuttle
FluggerätFiktive Raumgleiterflotte nach dem Vorbild des damaligen NASA-Space-Shuttle-Programms
Der Diebstahl eines Moonraker-Gleiters löst Bonds Auftrag aus. Drax startet später sechs Orbiter zu seiner Raumstation; Bond und Goodhead verfolgen am Ende die letzte Giftkugel mit einem davon.
- Gefahren von
- Drax’ Piloten; später James Bond und Holly Goodhead
Quellen: Moonraker – 007.com
Gadgets
Armband-Dartpistole
Q stattet Bond mit einem unter dem Ärmel getragenen Werfer aus. Er verschießt panzerbrechende und mit Zyanid gefüllte Pfeile; Bond löst ihn durch eine ruckartige Handbewegung aus.
Quellen: Moonraker – 007.com
Röntgen-Tresoröffner
Ein als Zigarettenetui getarntes Gerät durchleuchtet den Mechanismus von Drax’ Tresor und zeigt Bond, wie er das Schloss öffnen kann.
Quellen: Moonraker – 007.com
Seiko-Uhr mit Sprengladung
Die Seiko M354 enthält eine fernzündbare Sprengladung. Bond setzt sie ein, um auf der Raumstation eine Fluchtmöglichkeit zu schaffen.
Quellen: Moonraker – 007.com
007-Minikamera
Eine winzige Kamera mit aufgedruckter 007 nimmt Drax’ technische Unterlagen in Venedig auf.
Quellen: Moonraker – 007.com
Giftkugeln aus venezianischem Glas
Drax lässt in Venedig Glaskugeln herstellen, die ein aus einer seltenen Orchidee gewonnenes Nervengas enthalten. Für Menschen ist es tödlich, Tiere und Pflanzen bleiben verschont.
Quellen: Moonraker – 007.com
Laserwaffen
Vor dem Einsatz im All testet Q tragbare Laserwaffen in einem brasilianischen Kloster; später werden sie in der Schlacht um Drax’ Station verwendet.
Quellen: Moonraker – 007.com
Produktion und Trivia
- Obwohl der vorherige Film „In tödlicher Mission“ als nächste Folge angekündigt hatte, wurde angesichts des damaligen Science-Fiction-Booms zunächst „Moonraker“ produziert.
- Die Hauptdreharbeiten begannen am 14. August 1978 in Paris und liefen bis Februar 1979.
- Für französische Finanzierungsbedingungen wurde ein großer Teil der Produktion von Pinewood nach Paris verlagert; die visuellen Effekte blieben in Pinewood.
- Drei Pariser Studiokomplexe – Épinay, Boulogne-Billancourt und Paris Studios Cinéma – bündelten ihre Bühnen für die umfangreichen Bauten.
- Variety bezifferte das zunächst mit 25 Millionen US-Dollar geplante Budget später auf 30 Millionen; weitere zehn Millionen wurden für Kopien und Werbung geschätzt.
- Die Außenproduktion verbrachte jeweils ungefähr drei Wochen in Venedig und in Rio de Janeiro.
- Für den Fallschirmkampf des Vorspanns absolvierte das Team über fünf Wochen mehr als 80 Sprünge über Kalifornien.
- Vier Gondeln wurden für die Venedig-Verfolgung präpariert; eine davon erreichte laut offizieller Bond-Seite rund 60 Meilen pro Stunde.
- Produktionsdesigner Ken Adam recherchierte bei der NASA deren Zukunftsplanungen. „Moonraker“ war sein letzter Bond-Film als Produktionsdesigner.
- Die Produktion beanspruchte damals Rekorde für die größte Menge an zerbrechendem Filmglas und die umfangreichste simulierte Schwerelosigkeit in einer einzelnen Szene.
- Derek Meddings, Paul Wilson und John Evans erhielten für die visuellen Effekte eine Oscar-Nominierung; ausgezeichnet wurde bei der Verleihung 1980 „Alien“.
- Lewis Gilbert hatte Lois Chiles zufällig auf einem Flug kennengelernt. Als die ursprünglich vorgesehene Darstellerin ausfiel, wurde Chiles für Holly Goodhead verpflichtet.
- Bernard Lee spielte M zum elften und letzten Mal; er starb 1981 vor den Dreharbeiten zum folgenden Film.
- Mit weltweit rund 210,3 Millionen US-Dollar war „Moonraker“ der kommerziell erfolgreichste Bond-Film, bis „GoldenEye“ ihn 1995 übertraf.
- Die deutsche Synchronfassung entstand bei der cine-adaption GmbH in München-Gauting. Niels Clausnitzer schrieb das Dialogbuch und sprach Roger Moore; John Pauls-Harding führte Dialogregie.
Bilder












Quellen
- Moonraker – 007.com(en)abgerufen am 7. September 2026
- Focus Of The Week: Moonraker – 007.com(en)abgerufen am 7. September 2026
- 007 Drives The Bondola – 007.com(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker – AFI Catalog(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker (1979) – BFI(en)abgerufen am 7. September 2026
- Designing dreams and nightmares: Ken Adam and his finest sets – BFI(en)abgerufen am 7. September 2026
- The 52nd Academy Awards, 1980 – Oscars.org(en)abgerufen am 7. September 2026
- Filming Locations for Moonraker (1979) – movie-locations.com(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker film locations – Reelstreets(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker locations – MI6-HQ(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker synopsis – MI6-HQ(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker – Box Office Mojo(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker (1979) – The Numbers(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker: Streng geheim – Deutsche Synchronkartei(de)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker – Streng geheim – jamesbond.de(de)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker (film) – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
- James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim – Wikipedia (de)(de)abgerufen am 7. September 2026
- List of James Bond film locations – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
- Glastron CV-23HT speedboat – Ian Fleming Foundation(en)abgerufen am 7. September 2026
- Glastron CV23HT – Bond Lifestyle(en)abgerufen am 7. September 2026
- Moonraker vehicles – IMCDb(en)abgerufen am 7. September 2026
- Iguazu National Park – UNESCO World Heritage Centre(en)abgerufen am 7. September 2026
- Silver Springs State Park – Florida State Parks(en)abgerufen am 7. September 2026
- Vehicle Assembly Building fact sheet – NASA(en)abgerufen am 7. September 2026













