
Film Nr. 4 · 1965 · Connery-Ära
Feuerball
Thunderball
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Handlung
Im Vorspann täuscht der SPECTRE-Agent Jacques Bouvar seinen Tod vor und erscheint als Witwe verkleidet auf der eigenen Beerdigung in Frankreich. James Bond durchschaut die Maskerade, tötet ihn im Schloss und entkommt mit einem Raketenrucksack. Danach kuriert sich 007 in der Kurklinik Shrublands aus, wo ihm der SPECTRE-Mann Graf Lippe nach dem Leben trachtet. Bond bemerkt außerdem einen bandagierten Patienten: den NATO-Piloten François Derval, den SPECTRE durch den chirurgisch angeglichenen Doppelgänger Angelo Palazzi ersetzt.
Palazzi entführt einen Vulcan-Bomber mit zwei Atombomben und versenkt ihn vor den Bahamas, wo Emilio Largo, die Nummer zwei von SPECTRE, die Sprengköpfe bergen lässt. SPECTRE erpresst die NATO um 100 Millionen Pfund in Diamanten, andernfalls werde eine Großstadt zerstört. Sämtliche Doppel-Null-Agenten werden mobilisiert; Bond erkennt Derval auf einem Foto und lässt sich nach Nassau schicken.
Dort nähert er sich Dervals Schwester Domino, Largos Geliebter, und liefert sich mit Largo ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Casino, dem Anwesen Palmyra und dessen Haifischbecken. Die Killerin Fiona Volpe verführt Bond und stirbt beim Junkanoo-Umzug durch eine Kugel, die ihm galt. Mit Felix Leiter findet Bond das versenkte Flugzeug und die Bomben in einer Grotte. In einer gewaltigen Unterwasserschlacht stellen sich amerikanische Froschmänner Largos Tauchern. Domino rächt ihren Bruder mit der Harpune, während die entfesselte Disco Volante auf ein Riff rast und explodiert.
Fakten
- James Bond
- Sean Connery
- Regie
- Terence Young
- Drehbuch
- Richard Maibaum, John Hopkins, Jack Whittingham, Kevin McClory und Ian Fleming
- Produktion
- Kevin McClory, Harry Saltzman und Albert R. Broccoli
- Musik
- John Barry
- Titelsong
- „Thunderball“Tom Jones
- Romanvorlage
- Ian Fleming: „Thunderball“1961
- Laufzeit
- 130 Minuten
- Budget
- 9 Mio. US-Dollar
- Einspielergebnis
- 141 Mio. US-Dollarweltweit, Erstaufführung; davon 63,6 Mio. USD in Nordamerika (Wikipedia en, Box Office Mojo)
- Kinostart
- UK: 29. Dezember 1965USA: 22. Dezember 1965Deutschland: 17. Dezember 1965
Reiseroute und Drehorte
Goldene Nummern zeigen Bonds Weg durch die Handlung, helle Marker die echten Drehorte. Beide Ebenen lassen sich einzeln ausblenden.
Bonds Reiseroute · 12 Stationen
Vorspann: Bond entlarvt den als Witwe verkleideten SPECTRE-Agenten Bouvar auf dessen Beerdigung, tötet ihn und entkommt per Raketenrucksack im Aston Martin.
Anet, Frankreich (Bouvars Landsitz) → Kurklinik Shrublands, England · ≈ 335 km
Fiktive Kurklinik (gedreht in Chalfont Park). Bond überlebt Graf Lippes Anschlag auf der Streckbank und beobachtet den Austausch des Piloten Derval gegen seinen Doppelgänger.
Kurklinik Shrublands, England → Paris, SPECTRE-Zentrale · ≈ 364 km
Ohne Bond: Blofeld leitet die Nummer-Konferenz, exekutiert einen Verräter und beauftragt Largo mit dem Atombomben-Coup.
Paris, SPECTRE-Zentrale → NATO-Luftwaffenstützpunkt, England · ≈ 517 km
Ohne Bond: Der Doppelgänger Palazzi startet als Derval im Vulcan-Bomber, vergiftet die Besatzung und entführt die Maschine.
NATO-Luftwaffenstützpunkt, England → Seegebiet vor den Bahamas (Absturzstelle) · ≈ 6.961 km
Fiktive Position: Palazzi wassert den Vulcan, wird von Largo getötet; Largos Taucher bergen die beiden Bomben und tarnen das Wrack. Bond taucht später mit Leiter hierher.
Seegebiet vor den Bahamas (Absturzstelle) → London, MI6-Hauptquartier · ≈ 7.009 km
Alle Doppel-Null-Agenten werden einberufen; Bond erkennt Derval auf einem Foto neben Domino und lässt sich nach Nassau schicken.
London, MI6-Hauptquartier → Nassau, Bahamas · ≈ 6.989 km
Bond trifft Domino beim Tauchen, spielt mit Largo im Casino Chemin de fer, erhält Qs Ausrüstung und wird von Fiona Volpe umgarnt.
Nassau, Bahamas → Palmyra, Largos Anwesen · ≈ 16 km
Fiktives Anwesen (gedreht in Rock Point). Bond besucht Largo zum Tontaubenschießen, dringt nachts ein und entkommt knapp den Haien im Becken.
Palmyra, Largos Anwesen → Nassau, Junkanoo-Umzug · ≈ 17 km
Bond flieht vor Largos Männern durch die Menge; im Kiss Kiss Club trifft Fiona eine Kugel, die Bond galt.
Nassau, Junkanoo-Umzug → Goldene Grotte · ≈ 135 km
Fiktive Grotte (gedreht in der Thunderball Grotto). Bond findet Largos Bombenversteck, wird eingeschlossen und von Leiter per Hubschrauber gerettet.
Goldene Grotte → Unterwasserschlacht vor Nassau · ≈ 145 km
US-Froschmänner springen ab und kämpfen gegen Largos orangefarbene Taucher; Bond schaltet Vargas und Largos Männer mit seinem Tauchscooter aus.
Unterwasserschlacht vor Nassau → Disco Volante auf See · ≈ 8 km
Bond kämpft auf der Brücke der rasenden Tragflügelyacht; Domino tötet Largo mit der Harpune, das Schiff zerschellt am Riff. Bond und Domino werden per Skyhook geborgen.
Drehorte · 17
steht für Bouvars Landsitz mit Kapelle (Frankreich)
Vorspann: Beerdigung Bouvars, Kampf im Schloss, Jetpack-Flucht
steht für SPECTRE-Zentrale (Frankreich)
Largo fährt an der als Hilfsorganisation getarnten SPECTRE-Zentrale vor
steht für Kurklinik Shrublands (Vereinigtes Königreich)
Außenaufnahmen der Kurklinik Shrublands
steht für Dervals Hotel nahe Shrublands (Vereinigtes Königreich)
Gasthaus, in dem Derval von seinem Doppelgänger ermordet wird
steht für Landstraße bei Shrublands (Vereinigtes Königreich)
Landstraßen-Verfolgung: Fiona Volpe sprengt Graf Lippes Wagen mit ihrem BSA-Motorrad
steht für NATO-Luftwaffenstützpunkt (Vereinigtes Königreich)
Start des Vulcan-Bombers
steht für NATO-Luftwaffenstützpunkt (Vereinigtes Königreich)
Einfahrt des Stützpunkts
Innenaufnahmen: SPECTRE-Konferenzraum, Shrublands-Behandlungsräume, MI6-Konferenz, Vulcan-Cockpit, Brücke der Disco Volante
Junkanoo-Umzug, Flucht durch die Menge, Explosion der Disco Volante im Hafen
Paradise Beach (erste Begegnung mit Domino), Café Martinique (Casino, Dinner und Tanz), Wellenbrecher (Sammeln der Taucher)
steht für Bonds Hotel (Bahamas)
Bonds Hotel in Nassau
steht für Palmyra (Bahamas)
Largos Anwesen Palmyra mit Pool und Haifischbecken, Tontaubenschießen, nächtliches Eindringen
Picknick mit Domino, Bond harpuniert Vargas
steht für Absturzstelle und Schlachtfeld vor den Bahamas (Bahamas)
Versenkter Vulcan-Bomber, Bergung der Bomben, große Unterwasserschlacht
steht für Goldene Grotte (Bahamas)
Largos Bombenversteck, Bond wird eingeschlossen und von Leiter gerettet
steht für Gewässer vor den Bahamas (Bahamas)
Unterwasser-Nahaufnahmen und Kampfdetails im klaren Quellwasser
Absprung der US-Froschmänner; Umbau der Disco Volante bei Allied Marine; Miami ist zugleich SPECTREs Erpressungsziel
Figuren und Besetzung
Bond-Girls
Schurken
Handlanger
Weitere
Fahrzeuge & Gadgets
Fahrzeuge

Der Aston Martin DB5, der in Feuerball mit Wasserwerfern zurückkehrt, im National Motor Museum in BeaulieuFoto: Morio · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons Aston Martin DB5
Auto1963Rückkehr des Goldfinger-Wagens, nun mit Wasserwerfern nach hinten
Nach dem Raketenflug vom Dach des Château d'Anet steigt Bond in den vor dem Tor geparkten DB5 und schlägt Bouvars Männer mit zwei neuen, nach hinten feuernden Wasserwerfern zurück – beim Dreh zwei unter dem Wagen montierte Feuerwehrschläuche. Es sind dieselben beiden Goldfinger-Wagen, Effektwagen DP/216/1 und Fahrwagen DB5/1486/R, mit denen Bond anschließend noch staubig zur Kur nach Shrublands fährt und die Fiona Volpes Raketenangriff auf Graf Lippe erleben. Der Effektwagen wurde 1997 in Florida gestohlen und ist verschollen, der Fahrwagen erzielte 2010 bei RM in London 2,6 Millionen Pfund.
- Gefahren von
- James Bond
- Technik
- 4,0-l-Reihensechszylinder (DOHC), 282 PS, 233 km/h
Quellen: 007.com: Aston Martin DB5 · IMCDb: 1963 Aston Martin DB5 Pre-production [DP216/1] in Thunderball · astonmartins.com: DB5 for 007 James Bond (Goldfinger/Thunderball) · Wikipedia (en): Aston Martin DB5 · Wikipedia (en): Thunderball (film)
Rodriquez Cantieri Navali PT 20 „Flying Fish“ als Disco Volante
BootLargos Yacht, die sich in ein schnelles Tragflächenboot und einen abkoppelbaren Heckteil trennen lässt; in Miami umgebaut
Largos Yacht ist im Kern die Tragflügelfähre Flying Fish, ein Rodriquez PT 20 aus Messina, den die Produktion in Puerto Rico kaufte und in Miami mit einem 15 m langen Katamaran-„Kokon“ als Heck verband, gehalten von einem einzigen Schließbolzen. Im Finale wirft Largo den Kokon mit der Besatzung ab und flieht mit dem Tragflügelboot, bis Bond an Bord gelangt und es auf ein Riff jagt. Nach dem Dreh fuhr das Boot nicht mehr, diente als Hausboot am MacArthur Causeway in Miami und sank dort Anfang der 1980er Jahre. Ein freies Foto gibt es nicht.
- Gefahren von
- Emilio Largo
- Technik
- Vorschiff 20,75 m, V12-Diesel mit 1350 PS, rund 37 Knoten (69 km/h)
Quellen: Wikipedia (en): Thunderball (film) · Yachting Art: James Bond – Disco Volante, Emilio Largo's hydrofoil yacht · Bond Lifestyle: Emilio Largo's Disco Volante yacht instruments from Thunderball

Auf einer BSA A65 Lightning wie dieser sprengt Fiona Volpe Graf Lippes Wagen auf den Straßen bei SilverstoneFoto: SG2012 · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons BSA Lightning A65
Sonstiges1965Fiona Volpes Motorrad mit Raketenwerfern
Auf der goldfarben lackierten, vollverkleideten Lightning holt Fiona Volpe Graf Lippes Wagen ein, der Bonds DB5 verfolgt, und zerstört ihn mit zwei Raketen; danach versenkt sie das Motorrad in einem See. Der Raketenwerfer funktionierte tatsächlich, die Explosion zündete aber Stuntkoordinator Bob Simmons fern, der zugleich den getroffenen Wagen fuhr. Gefahren wurde die BSA vom britischen Motorradmeister Bill Ivy mit blonder Perücke auf den Straßen rund um Silverstone; das BSA-Logo war abgedeckt. Im September 1965 zeigte BSA die Maschine auf der Motorradschau in Brighton.
- Gefahren von
- Fiona Volpe
- Technik
- 654-cm³-Paralleltwin (OHV), 52 PS, 180 km/h
Quellen: Bond Lifestyle: BSA A65 Lightning · IMCDb: 1965 BSA Lightning [A65L] in Thunderball · Wikipedia (en): BSA Lightning

Ein Avro Vulcan B.2 im Flug: Im Film entführt SPECTRE einen solchen Bomber samt zwei Atombomben.Foto: Andrew · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons Avro Vulcan B.2
FluggerätDer entführte NATO-Bomber mit zwei Atombomben
SPECTRE-Agent Palazzi ersetzt den NATO-Piloten Derval, tötet die Besatzung und wassert den Bomber mit den beiden Atombomben vor den Bahamas, wo Largos Taucher ihn tarnen. Für die Flugaufnahmen stellte die RAF die Vulcan XH506, am Boden ist die XA913 vom Waddington Wing zu sehen – beides B.1-Varianten, während der Film von einer B.2 spricht. Für die Unterwasserszenen entstand vor Nassau ein Nachbau in Originalgröße, der nach dem Dreh gesprengt wurde; seine Reste sind heute ein Tauchplatz. Das Foto zeigt die letzte flugfähige Vulcan XH558.
- Gefahren von
- Angelo Palazzi (als Major Derval)
- Technik
- Vier Bristol Olympus 301 Turbojets mit je 89 kN Schub, 1038 km/h in 12.000 m (B.2)
Quellen: IMPDb: Thunderball · The James Bond Dossier: The Avro Vulcan bomber from Thunderball · Wikipedia (de): Avro Vulcan · Wikipedia (en): Avro Vulcan

Ein Serien-Mustang von 1965 in Blau mit weißem Verdeck – wie Fiona Volpes Wagen in NassauFoto: MercurySable99 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons Ford Mustang Convertible
Auto1965Fiona Volpe fährt Bond in halsbrecherischem Tempo nach Nassau
Fiona Volpe liest den am Strand gestrandeten Bond in ihrem blauen Mustang mit weißem Verdeck (Kennzeichen 205) auf und fährt ihn in halsbrecherischem Tempo nach Nassau; Bond kommentiert trocken, manche Frauen ließen sich gern so fahren. Wie schon in Goldfinger stellte Ford den Wagen, diesmal einen des ersten vollen Modelljahrs 1965. Das Foto zeigt ein Serienexemplar in der passenden Farbkombination.
- Gefahren von
- Fiona Volpe
- Technik
- Sechszylinder ab 2,8 l oder 4,7-l-V8 (bis 271 PS)
Quellen: Bond Lifestyle: Ford Mustang convertible · IMCDb: 1965 Ford Mustang in Thunderball · Wikipedia (en): Ford Mustang (first generation)

Der Bell Rocket Belt: ein echtes Fluggerät mit rund 20 Sekunden Flugzeit, im Film von Bell-Pilot Bill Suitor geflogen.Foto: Dave McLear from Roxburgh, Scotland · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons Bell Aerosystems Rocket Belt
SonstigesDer echte Raketenrucksack, mit dem Bond im Vorspann vom Schlossdach entkommt
Regisseur Terence Young wollte echte Technik statt erfundener Gags, deshalb flog Bond mit dem Rocket Belt, den Wendell Moore bei Bell seit 1953 entwickelt hatte und der 1961 im Auftrag der US Army erstmals frei flog. Geflogen wurde am 19. Februar 1965 am Château d'Anet von Bell-Pilot Bill Suitor, der auf einen Helm bestand; Connery entstand nur in Nahaufnahmen vor Rückprojektion. Mit rund 20 Sekunden Treibstoff war das Gerät für das Militär zu riskant, im Kino aber wurde es zum Wahrzeichen; in „Stirb an einem anderen Tag“ taucht es in Qs Lager wieder auf. Das Foto zeigt ein Ausstellungsexemplar.
- Gefahren von
- James Bond
- Technik
- Wasserstoffperoxid-Raketenantrieb, rund 1300 N Schub, 21 Sekunden Flugzeit, 55 km/h
Quellen: 007.com: Focus of the Week – Thunderball's jet pack · Wikipedia (en): Bell Rocket Belt · Wikipedia (en): Thunderball (film)

Ein Serien-Continental von 1965 – Bond fährt in Nassau ein hellblaues Cabrio dieses TypsFoto: Sicnag · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons Lincoln Continental Convertible (1965)
Auto1965Bonds hellblauer Mietwagen auf den Bahamas, mit dem er bei Largo in Palmyra vorfährt
Nach der Ankunft in Nassau fährt Bond ein hellblaues Continental-Cabrio mit weißem Verdeck, in dem er Largos Einladung nach Palmyra folgt und mit Leiter über die Insel fährt. Der viertürige Continental mit den hinten angeschlagenen Türen war damals der einzige viertürige Cabrio-Serienwagen Amerikas; 1965 erhielt er eine flachere Front und vordere Scheibenbremsen. Largos eigener Lincoln im Film ist eine Executive-Limousine von Lehmann-Peterson. Das Foto zeigt ein Serienexemplar.
- Gefahren von
- James Bond
- Technik
- 7,0-l-V8 (430 cu in MEL), rund 320 PS
Quellen: IMCDb: 1965 Lincoln Continental Four-Door Convertible [74A] in Thunderball · Wikipedia (en): Lincoln Continental · Wikipedia (en): Ford MEL engine

Einer von zwei erhaltenen SPECTRE-Unterwasserschlitten, Leihgabe der Ian Fleming Foundation, im National Motor Museum in BeaulieuFoto: Karen Roe from Bury St Edmunds, Suffolk, UK · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons Jordan Klein SPECTRE-Unterwasserschlitten (Motorised Tow Sled)
Sonstiges1965Die Tauchschlitten mit zwei Harpunen, mit denen SPECTRE die Vulcan tarnt und die Bomben eskortiert
Unterwasser-Ingenieur Jordan Klein baute nach Entwürfen von Ken Adam und mit John Stears 13 bis 14 dieser Schlitten, die meisten wurden im Film eingesetzt; sie tragen zwei Druckluft-Harpunen und wurden in der Regel von Tauchern gezogen oder geschoben, nur ein Exemplar war voll motorisiert. Mit ihnen tarnt Largos Truppe die versenkte Vulcan und eskortiert den Bombenschlitten in die Thunderball Grotto. Zwei Schlitten sind erhalten: einer gehört der Ian Fleming Foundation, die ihn Anfang der 1990er Jahre erwarb und restaurierte, und wird in „Bond in Motion“ gezeigt; den zweiten aus Kleins Besitz versteigerte Prop Store 2014.
- Gefahren von
- Largos Froschmänner
Quellen: Ian Fleming Foundation: SPECTRE Underwater Tow Sled · Bond Lifestyle: Operation Thunderball – S.P.E.C.T.R.E. tow sled · Wikipedia (en): Thunderball (film)
Gadgets

Der Bell Rocket Belt: ein echtes Fluggerät mit rund 20 Sekunden Flugzeit, im Film von Bell-Pilot Bill Suitor geflogen.Foto: Dave McLear from Roxburgh, Scotland · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons Raketenrucksack (Bell Rocket Belt)
Mit dem echten, rund 20 Sekunden flugfähigen Rocket Belt von Bell entkommt Bond im Vorspann vom Dach des Château d'Anet. Geflogen hat ihn am 19. Februar 1965 Bell-Pilot Bill Suitor, der nicht ohne Helm starten wollte – deshalb setzt Bond vor dem Flug demonstrativ einen auf.
Quellen: 007.com: Focus of the Week – Thunderball's jet pack · Wikipedia (en): Bell Rocket Belt
Mini-Atemgerät
Ein zigarrengroßes Notatemgerät für wenige Minuten unter Wasser; die Requisite bestand aus zwei zusammengeklebten CO₂-Patronen.
Quellen: Wikipedia (en): Thunderball (film)
Geigerzähler-Uhr und -Kamera
Q rüstet Bond mit einer Armbanduhr und einer Unterwasserkamera aus, die Radioaktivität messen und im Dunkeln fotografieren. Die Uhr war eine Breitling Top Time; das Filmexemplar wurde 2013 bei Christie's für über 100.000 Pfund versteigert.
Quellen: Wikipedia (en): Thunderball (film)
Peilpille
Eine geschluckte radioaktive Kapsel, über die Leiter Bond orten kann.
Unterwasser-Antriebsgerät
Bonds Tauchscooter für die Schlussschlacht mit eingebauten Harpunen und Farbpatronen, entworfen von Unterwasser-Ingenieur Jordan Klein; der grüne Farbstoff war als Tarnwolke gedacht, Unterwasser-Regisseur Ricou Browning setzte ihn vor allem als Effekt ein.
Quellen: Wikipedia (en): Thunderball (film)

Eine MC-130 der US Air Force bei einer Fulton-Bergung 1983 – im Film holt eine B-17 mit demselben System Bond und Domino aus dem MeerFoto: TSGT Ken Hammone · Public domain · Wikimedia Commons Skyhook-Rettungssystem
Am Ende werden Bond und Domino mit dem echten Fulton-Bergungssystem aus dem Wasser gezogen: Ein Ballon hebt eine Leine, die das Flugzeug mit einer Buggabel einfängt. Geflogen wurde die Szene mit der B-17 N809Z von Intermountain Aviation, einer Tarnfirma der CIA. Robert E. Fulton jr. hatte das System für die CIA entwickelt, 1958 wurde erstmals ein Mensch damit geborgen, 1962 kam es bei „Operation Coldfeet“ zum Einsatz.
Quellen: Wikipedia (en): Fulton surface-to-air recovery system · IMPDb: Thunderball · Wikipedia (en): Thunderball (film)
Produktion und Trivia
- Die Dreharbeiten liefen vom 16. Februar 1965 (Paris) bis zum 9. Juli 1965 in den Pinewood Studios; die Bahamas-Aufnahmen endeten Ende Mai. Wegen des Schnittaufwands wurde der Start von September auf Dezember verschoben.
- Der Stoff entstand 1959/60 als Drehbuch von Kevin McClory, Jack Whittingham und Ian Fleming; als Fleming ihn 1961 als Roman veröffentlichte, klagte McClory. Der Vergleich machte ihn zum alleinigen Produzenten, Broccoli und Saltzman blieben ausführende Produzenten.
- McClory behielt die Rechte an der Geschichte und ließ sie 1983 mit Sean Connery als „Sag niemals nie“ außerhalb der Eon-Reihe neu verfilmen.
- Für Domino waren Julie Christie, Raquel Welch und Faye Dunaway im Gespräch, bevor die frühere Miss France Claudine Auger besetzt wurde. Luciana Paluzzi hatte für Domino vorgesprochen und erhielt stattdessen die Rolle der Fiona Volpe.
- Mit rund 9 Millionen US-Dollar Budget spielte der Film weltweit etwa 141 Millionen ein und blieb bis „Leben und sterben lassen“ (1973) der erfolgreichste Bond. Inflationsbereinigt gilt er bis heute als einer der einträglichsten Filme der Reihe.
- Feuerball war der erste Bond-Film im Breitwandformat Panavision und der erste mit über zwei Stunden Laufzeit; etwa ein Viertel des Films spielt unter Wasser.
- Die Unterwasserszenen choreografierte Ricou Browning („Der Schrecken vom Amazonas“), gefilmt von Lamar Boren; Claudine Auger wurde unter Wasser von Evelyne Boren gedoubelt.
- Für die Haifischbecken-Szene ließ Connery eine Plexiglaswand einbauen, die jedoch zu kurz geriet: Ein Hai kam durch, und Connery flüchtete Sekunden vor einem möglichen Angriff aus dem Wasser.
- Der Raketenrucksack des Vorspanns war ein echter Bell Rocket Belt; geflogen wurde er von den Bell-Piloten Bill Suitor und Gordon Yaeger, nicht von Connery.
- Effektchef John Stears sprengte die Disco Volante vor Nassau mit einem experimentellen Raketentreibstoff; die Druckwelle soll noch in rund 50 Kilometern Entfernung Fensterscheiben zerspringen lassen haben.
- John Stears erhielt für Feuerball den Oscar für die besten visuellen Effekte; Ken Adam war für den BAFTA für das beste Szenenbild nominiert.
- Das ursprüngliche Titellied „Mr. Kiss Kiss Bang Bang“ von Shirley Bassey wurde verworfen, weil das Studio einen Song mit dem Filmtitel wollte. Tom Jones sang das Ersatzstück und soll beim langen Schlusston ohnmächtig geworden sein.
- Die deutsche Synchronfassung entstand in Berlin; Gert Günther Hoffmann sprach Bond, Martin Hirthe Largo. SPECTRE heißt in der deutschen Fassung „Phantom“.
- Für Deutschland wurde 1965 ein Plakatmotiv zunächst nicht freigegeben, weil der Bikini eines Bond-Girls als zu knapp galt; das Motiv wurde nachgezeichnet.
- Zeitgenössische Kritiker lobten die Unterwasserbilder, fanden die Sequenzen aber oft zu lang; Der Spiegel sah Bond zur „Comic-strip-Figur geschrumpft“. Heute liegt der Film bei Rotten Tomatoes bei rund 85 Prozent.
Bilder















Quellen
- Thunderball (film) – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
- James Bond 007 – Feuerball – Wikipedia (de)(de)abgerufen am 7. September 2026
- List of James Bond film locations – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
- Château d'Anet – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
- Chalfont Park – Wikipedia (en)(en)abgerufen am 7. September 2026
- Thunderball – Box Office Mojo(en)abgerufen am 7. September 2026
- Filming Locations for Thunderball (1965) – movie-locations.com(en)abgerufen am 7. September 2026
- Filming locations for Thunderball – Things On TV(en)abgerufen am 7. September 2026
- Palmyra Villa at Rock Point – Hunting Bond(en)abgerufen am 7. September 2026
- Thunderball Grotto West – Waterway Guide(en)abgerufen am 7. September 2026

















